9 Tipps für leuchtende MAMA-Augen in der Adventszeit

9 Tipps für leuchtende MAMA-Augen in der Adventszeit

advent-258943_200x300

Bild: © Wolfgang Birro – pixabay.com #258943

Es ist soweit. Tannenduft breitet sich aus, Kerzen brennen, die ersten Plätzchen sind vernascht und jeden Morgen stehen die Kinder begeistert auf und stürmen zu ihrem Adventskalender.

Diese Zeit des Wartens auf Weihnachten hat einen ganz besonderen Zauber. Wir sehen in leuchtende Kinderaugen und knüpfen an alte Kindheitserinnerungen an.

Und hier und da kommt der Gedanke auf: „Ach, noch einmal Kind sein, das wäre schön. Voller Leichtigkeit, Freude und Ungeduld die Weihnachtszeit erleben.“

Pflichtbewusst schieben wir den Gedanken schnell wieder weg und widmen uns den Planungen und Erledigungen, die noch anstehen, damit es für alle ein fröhliches Weihnachtsfest gibt.

Und wo bleiben wir dabei? Als Mütter neigen wir ohnehin dazu, unsere eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen. Es gibt immer irgend jemanden, der lauter nach seinem Recht verlangt, als wir es tun. Und das ist ja auch okay so. Wir lieben schließlich unsere kleinen Quälgeister.

Aber wie wäre es, wenn alle auf ihre Kosten kämen? Eine Adventszeit mit leuchtenden Kinder- UND Mama-Augen?

Ich habe meinen wunderbaren Kreis an Email-Abonnentinnen nach ihren Geheim-Tipps für leuchtende MAMA-Augen in der Adventszeit gefragt. Das haben sie geantwortet:

Terminkalender abspecken

Meiner Meinung nach IMMER ein guter Tipp, aber besonders natürlich auch in der Adventszeit. Ein kritischer Blick auf die Hobbies der Kinder und die eigenen Fixtermine hilft zu hinterfragen, was wirklich wichtig ist und was auch ohne elterliche Mitwirkung passieren kann. Denn wenn wir nicht nur Chauffeure sind, bleibt mehr Raum für echte gemeinsame Zeit.

Zeit statt Zeug schenken

Hast Du schonmal darüber nachgedacht, den kleinen und auch großen Weihnachtsgästen Erlebnisse zu schenken? Einen gemeinsamen Besuch in die Therme oder das Spaßbad, Kino, Theater, Reiten gehen, einen besonderen Ausflug zu schenken und so ein paar schöne Stunden gemeinsam zu verbringen? So viele Menschen stressen sich in der Vorweihnachtszeit gegenseitig damit sich ein schönes Geschenk machen zu wollen. Jeder hetzt von A nach B auf der Suche nach dem Geschenk für den Schwiegervater, dem Bruder, … und am Ende bleibt nur ganz wenig Zeit für wirkliche Begegnung.

Besondere Rituale schaffen

Kerzenlicht gehört zur Adventszeit einfach dazu. Eine wunderbare Idee dazu hat eine Leserin mit mir geteilt (die wir seitdem mit Begeisterung umsetzen). Durch ihre Idee gehen wir nun im Licht einer Kerze ins Kinderzimmer und singen dazu „Das Licht einer Kerze…“. Es ist unglaublich wie die Dunkelheit, die flackernde Kerze und das gemeinsame Singen noch so trubelige Kinder entspannen und zur Ruhe kommen lassen. So gelingt der Übergang vom Tag zur Nacht viel entspannter und mir macht diese besondere Stimme wirklich Freude.

Mit allen Sinnen genießen

Es gibt wenige Momente im Jahr, die mit so intensiven Sinneseindrücken verbunden sind, wie die Weihnachtszeit. Machen wir sie uns ganz bewusst zu Nutze, um auch in stressigen Momenten in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Zimt, Nelken und Kardamom stehen wir Wärme, Gemütlichkeit und machen gute Laune.

Schlafenszeit vorziehen

Die dunkle Jahreszeit eignet sich hervorragend, die Schlafenszeit etwas nach vorne zu ziehen. Wenn es draußen dunkel ist, merken wir alle, dass wir eigentlich mehr schlafen wollen. Und so können wir diesem natürlichen Bedürfnis nachkommen. So bleibt mehr Ruhe für etwas ausgedehnteres Kuscheln, endlich mal wieder Zeit in Ruhe eine Geschichte vorzulesen und sich vom Tag zu erzählen. Und wenn die Kleinen dann schlafen, bleibt trotzdem noch etwas Zeit für uns.

Das wahre Weihnachtswunder erfahren

Ursprünglich geht es in der Adventszeit, um das Warten auf die Geburt Jesu. Die christliche Weihnachtsgeschichte ist eine Geschichte voller Liebe, Hoffnung und Freude. Sie soll uns daran erinnern, dass es so viel mehr gibt, als das menschliche Auge sehen und unser Verstand begreifen kann. Dass vor dem großen Glück manchmal eine Zeit großer Entbehrungen kommt. Sie erzählt davon, dass Gott es gut mit den Menschen meint und seine Engel uns behüten. Ganz so wie eine Mutter (oder ein Vater ;-)) über ihre Kinder wacht.

Wir können diese Geschichte auf uns wirken lassen. Und vielleicht gelingt es uns in dieser besonderen Zeit, etwas mehr ins Vertrauen zu kommen. Loszulassen, Freude zu empfinden und Dankbarkeit, für das was ist.

Struktur nimmt Stress raus

Durch gute Organisation lässt sich so mancher Stress rausnehmen. Auch für viele Kinder ist es hilfreich, wenn es eine gewisse Struktur gibt, die jedes Jahr gleich ist. Dabei ist weniger oft mehr. Eine Leserin schreibt dazu wie sie es macht: „Ungefähr drei Wochen vor Advent dem Christkind schreiben, Mittwoch vor dem 1. Advent das Haus schmücken, am 1. Advent Plätzchen backen und naschen, am 2. liebevoll verzierte Weihnachtspost verschicken usw.“

Zu fest gelegt? Das muss jeder selbst wissen. Aber ich merke immer, wie erleichtert ich bin, wenn wir etwas „so wie im letzten Jahr“ machen können.

Vorlesen, vorlesen, vorlesen

„Einen Tee oder Punsch kochen, aufs Sofa setzten und vorlesen, vorlesen, vorlesen! Das hilft allen, zur Ruhe zu kommen. Es gibt so schöne Weihnachtsgeschichten, die Vorleser und Zuhörer in weihnachtliche Vorfreude versetzten und uns daran erinnern, um was es zu Weihnachten EIGENTLICH geht. Allen voran natürlich der Klassiker Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, Das fliegende Klassenzimmer von Erich Kästner oder Hinter verzauberten Fenstern von Cornelia Funke.“ – Von einer anderen Leserin, DANKE!

Hast Du noch einen Buchtipp? Dann schreib ihn unbedingt in die Kommentare!

Das eigene Maß finden

Noch so ein Dauerthema. Auch in der Adventszeit gilt: Du entscheidest, was Dein Maß an Tradition, Dekot etc. ist. „Das macht man halt so.“ war noch nie ein guter Grund, um sich zu stressen. Plätzchen gibts auch vom Bäcker, den Stollen bei REWE und wieviele Weihnachtsfeiern tragen wirklich zur weihnachtlichen Stimmung bei? Du entscheidest, wie es für Dich richtig ist. Und niemand sonst.

Danke an Euch für Eure tollen Beiträge!

Habt Ihr noch einen Geheimtipp für leuchtende Mama-Augen in der Adventszeit? Dann schreibt mir einen Kommentar! Euch und Euren Kindern eine zauberhafte Zeit!

{ 4 comments… read them below or add one }

Juliane

Liebe Elke,
vielen Dank für die schönen Anregungen – oft hilft es ja schon, sich die Punkte, an denen es oft „hakt und klemmt“ immer mal wieder bewusst zu machen, etwas „vom Gas“ zu gehen und Zeit für Ruhe und Gemütlichkeit fest mit einzuplanen und dann auch umzusetzen. Auch Dir eine schöne Adventszeit mit (meistens) leuchtenden Augen 🙂

Antworten

Nicole Bailer

Liebe Elke,

du zauberst mir mit diesem Artikel tatsächlich ein Leuchten in die Augen! Ganz ganz toll geschrieben und so wichtig!!
Gerade wir Mütter wollen jedes Jahr, das „perfekte“ Weihnachten und die beste Adventszeit und was ist das Ende vom Lied? Wir sind froh wenn alles rum ist und es im Januar wieder seinen gewohnten Weg geht.

Natürlich geben wir das nicht zu 😉

Ich bin und war schon immer ein Weihnachtsmensch und diese besondere Zeit im Jahr liegt mir sehr am Herzen. Ich bin dankbar, dass ich schon viele Jahre (schon bevor ich Mutter wurde) in dieser Zeit klar meine Vorstellungen und Prioritäten leben konnte. Auch heute mit Kind, sind in dieser Zeit einige alltägliche Dinge anders und das ist gut so.

Mein Geheimtipp als Mutter an Mütter: lasst euer kleines Mädchen auferstehen: Setzt euch auf den Boden und spielt mit den kleinen Krippen-Figuren oder bastelt etwas für EUCH; höre dir Weihnachtslieder an oder schau (so wie ich) die Disney Weihnachtsgeschichte an – und wenn es spät am Abend ist, ganz alleine. Mir kullern an gewissen Stellen heute noch die Tränen, weil ich mich einfach in meine Kindheit zurück versetzt fühle und genau das dürfen wir jedes Jahr aufs NEUE!! Egal wie alt wir sind!!

Wünsche Dir liebe Elke und allen anderen wundervollen Müttern ein gesegnetes und besinnliches Fest!!

Alles liebe, Nicole Bailer

Antworten

Sandra Heim

So schön geschrieben, Elke! Ich liebe die Weihnachtszeit und immer wieder rast sie an mir vorbei. Dieses Jahr mache ich es anders. Wir hatten schon wunderschöne Familienmomente vor dem Feuer im Ofen und der geschmückte Baum inspiriert uns seit einer Woche! Aus Deiner Liste werde ich mir jetzt noch ein paar weitere Impulse abgucken 🙂 Alles Liebe, Sandra

Antworten

Ursula Markgraf

Wirklich schöne Tipps liebe Elke!
Ich habe letztes Jahr in der Adventszeit das Weihnachtskarten schreiben zu einem Ruhepunkt für mich gestaltet. Wenn Du magst, kannst Du dazu meinen Blogpost mal anschaun:
http://ursulamarkgraf.com/de/christmas-card-writing
Das funktioniert natürlich auch mit anderen Dingen, die man irgendwie tun muss oder möchte, die man aber als stressig empfindet – sie so umwandeln, dass sie nicht stressig, sondern angenehm und schön sind. Geschenke einpacken zum Beispiel. Oder auch Geschenke basteln. Oder ein Zimmer weihnachtslich dekorieren.
Es gibt so viele Dinge, die man in der Adventszeit tun kann, die einen oft stressen – obwohl sie eigentlich wunderschön sein könnten.

Ganz liebe Grüße,

Ursula

Antworten

Leave a Comment

Previous post:

Next post: