Karriere mit Kind: 100 Probleme – 100 Lösungen

Karriere mit Kind: 100 Probleme – 100 Lösungen

Geht Dir die ganze Diskussion um die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere auch auf die Nerven? Das was mich besonders daran stört, ist der Fokus auf die ganzen Probleme und Schwierigkeiten. Klar, ist es hart. Nur wer nachts 20 Mal geweckt wurde, weil die Backenzähne gerade durchkommen und sich dann durch ein wichtiges Meeting quält, weiß was Durchhaltevermögen ist. Aber hey, irgenwie haben wir uns das doch ausgesucht. Ja, wir hatten keine Ahnung, worauf wir uns einlassen. Jedenfalls beim ersten Kind. Aber will’s irgendwer deswegen zurück schicken? Eben. Und es gibt ja auch so viele tolle Frauen, die Beruf und Familie ganz wunderbar miteinander vereinbaren.

Vor welchem Problem stehst Du gerade bei der Vereinbarung Deines Berufs mit Kind(ern)? Lies‘ weiter und finde heraus, wie andere Mamas vielleicht genau DEIN Problem gelöst haben. Bild: © Rudie – fotolia.com #48160035

Jede von uns hat 1 Lösung für 1 Problem, an dem eine andere berufstätige Mama gerade verzweifelt

Ich bin überzeugt davon, dass jede berufstätige Mama schon viele Probleme bewältigt hat. Und dass irgendwo eine andere berufstätige Mama genau vor diesen Problemen gerade verzweifelt. Deswegen möchte ich Dich einladen, bei meinem Projekt „Karriere mit Kind: 100 Probleme – 100 Lösungen“ mitzumachen.

Mit Karriere meine ich, die eigenen beruflichen Ziele erreichen

Das muss nicht die klassische Manager-Karriere im großen Unternehmen sein. Das ist ja doch ein sehr von Männern geprägter Begriff von Karriere. Aus meiner Sicht macht die Autorin, die Kleinunternehmerin, die Künstlerin, die Lehrerin, die KfZ-Meisterin genauso Karriere wie die Abteilungsleiterin. Karriere hat für mich etwas mit beruflichem Erfolg zu tun, ja. Mit dem Erreichen seiner persönlichen Ziele. Aber was Karriere und Erfolg für jede Einzelne bedeuten, ist aus meiner Sicht eine sehr persönliche Frage.

Du machst Karriere mit Kind(ern) und möchtest mitmachen?

Toll! Mitmachen darf jede berufstätige Mama, die nach ihrem eigenen Verständnis Karriere macht oder machen möchte. Bringe ein Problem mit und Deine ganz persönliche Lösung dazu, die Du erfolgreich umgesetzt hast. Dabei sind alle Themen möglich, die sich um Deine Berufstätigkeit mit Kind(ern) drehen.

Schicke mir eine Email mit Betreff „Karriere mit Kind: 100 Probleme – 100 Lösungen“ an kontakt(at)elkepeetz.de.

Schildere Dein Problem so kurz und präzise wie möglich und versehe es mit einem prägnanten Titel. Gib dabei nur soviele Hintergrundinformationen wie notwendig, um Dein Problem richtig zu verstehen. Dann schildere dazu Deine Lösung nach dem gleichen Schema: kurz und präzise. Gib dabei nur soviele Hintergrundinformationen wie notwendig.

Über Dich benötige ich folgende Infos:

Vorname, Beruf, Website wenn Du möchtest und Anzahl plus Alter Deiner Kinder.


    Hier erscheint dann Dein Problem mit Deiner ganz persönlichen Lösung.

    So lösen andere Frauen die Probleme rund um Karriere mit Kind:

    Neue Arbeitsmodelle: Vollzeit / Teilzeit, Jobsharing, Homeoffice oder ganz was Neues

    50/50 Modell – als Selbstständige – Pamela, Diplom Designerin, 2 Kinder (5 und 7 Jahre)
    Elternzeit, zwei  Kinder, ein Buch – guter  Plan? – Nathalie, freie Autorin, 2 Kinder (3 Jahre und 5 Monate)
    Vom Baby zum Blog zum neuen Job – Sonja, Diplom-Pädagogin, 2 Kinder (4 1/2 Jahre und 10 Monate)
    Übernommen mit freier Zeiteinteilung und familienfreundlichen Tätigkeiten – Sarah, Autorin, 2 Kinder (8 und 2 Jahre)
    Karriere mit Kind dank Multi-Job-Splitting – Carolin, Marketing Projektleiterin, 1 Kind (3 Jahre)
    Glücklich gescheitert und am Ende gewonnen! – Caroline, Fernseh-Moderatorin, 2 Kinder (4 und 6 Jahre)
    Arbeiten von Zuhause – ein (Alp)Traum – Cordula, Grafikerin, 1 Mädchen (knapp 3 Jahre)

    Aus Enttäuschungen das Beste machen

    Die Elternzeitfalle – Meine Chance für einen Neuanfang – Jessika, Head of Customer Care, 2 Töchter (4 1/2 und 1 Jahre)

    Unternehmensgründung als Lösung

    Vom Agentursternchen zur Mama-Buh-Figur – Katrin, PR-Beraterin, 2 Kinder (4 und 1 1/2 Jahre)
    Den sicheren Hafen verlassen? Wann, wenn nicht jetzt?! – Anja, Inhaberin von PickPosh, 2 Kinder (5 und 2 Jahre)
    Mit Kindern zurück in die Selbstständigkeit – Sonja, Mitgründerin von NIESOLO.de, 2 Kinder (4 und 2 Jahre)
    Dank meines (Job-)Problems haben jetzt andere Mütter ein (Zeit-)Problem weniger! – Simone, Inhaberin Eventagentur KiKo Kinderkonzepte, 3 Kinder (10, 7 und 3 Jahre)
    Durch Umzüge öffnen sich neue Türen – Britta, Eventmanagerin, 2 Kinder (6 1/2 und knapp 4 Jahre)
    60 Stunden-Woche und keine Teilzeit möglich – Eva, PR-Beraterin, 2 Mädchen (6 und 3 Jahre)
    Eine Neugründung, Kind und Haushalt? Wie schaffe ich das alles? – Nic, Grafik Designerin, 1 Mädchen (2,5 Jahre)

    Träume verwirklichen, auch mit Kindern

    Promovieren mit 34 und Kind(ern) geht nicht – oder doch? – Manuela, Juristin, 3 Kinder (7, 4 und 1 Jahre)
    Referendariat mit Kindern? – Und es geht doch! – Heike, Lehrerin, 3 Kinder (3 und 2 Jahre und 3 Monate)

    Kopfkino: Das schlechte Gewissen und sonstiges Gefühlschaos

    Kontrolle ist (manchmal) gut – Vertrauen ist tausendmal besser – Birgit, Wohncoach, 1 Tochter (12 Jahre)
    Die Suche nach dem Mama-Job-Schalter – Ina, Gründerin der Agentur Kikusch- Kinderevents, 1 Kind (2 1/2 Jahre)
    Die Hausaufgaben Deiner Kinder kosten Dich zu viel Zeit – Anette, Finanztrainerin, 2 Kinder (18 und 15 Jahre)
    Der Trick um Alleinerziehend erfolgreich zu sein – Alexandra, Ärztin, 2 Töchter (6 und 4 Jahre)
    Erwartungen anderer nicht erfüllen – Nicole, Ingenieurin, 2 Kinder (3 Jahre und 17 Monate)
    Die inneren Antreiber verändern – Susanne, Publizistin, 3 Kinder (7, 5 und 3 Jahre)
    Lehrer haben nie Feierabend, und Mamas sowieso nicht – Ewa, Berufsschullehrerin, 1 Kind (1 1/2 Jahre)
    Den Trick der Natur durchschauen – Sylvia, Senior Manager, 2 Kinder (4 und 1 Jahre)
    Hilfe! Ich habe ständig ein schlechtes Gewissen! – Lulu, Marketing Communications Manager, 2 Kinder (3 und 0 Jahre)

    Die knappe Zeit effektiv nutzen

    Der Tag müsste 3 Stunden mehr haben – Christina, Wirtschaftsjuristin, 2 Kinder (8 und 5 Jahre)
    5 Prinzipien, die mir meine Zeit und Freiräume ermöglichen – Andrea, Dipl.-Kauffrau und Coach, 1 Tochter (3 Jahre)
    Kann ich meine beruflichen Ziele auch mit „nur“ 12 Stunden die Woche erreichen? – Sandra, Coach und Autorin, 1 Tochter (5 Jahre)
    Zeitprobleme lösen mit der Extraportion Liebe, Gelassenheit und guter Organisation – Tina, Autorin, 1 Kind (10 Jahre)
    Mein Problem – Zeit – Gebkea, Sportfachwirtin und Projektleiterin, 1 Kind (20 Monate)

    Die ganze Logistik und „das bisschen Haushalt“

    Alles allein – Muss nicht sein – Michaela, WordPress-Expertin, 1 Sohn (8 Jahre)
    Die 7-Minuten-Formel zur Rettung des Haushalts – Nina, duale Studentin im Steuerrecht, 1 Tochter (4 Jahre)
    „Mama ist für alle(s) da“: Homeoffice in den Augen der Kids – Sylvia, freie Journalistin, 2 Kinder (14 und fast 17 Jahre)
    Man muss nicht alles alleine schaffen! – Antje, Lehrerin, 1 Kind (2 Jahre)

    Auch mal nur ICH sein: Fitness und Entspannung

    Einfach mal eine (Handy-)Auszeit nehmen – Wiebke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, 1 Kind (21 Monate)
    Genug Sport trotz Beruf und kleinem Kind – Sundae, Führungskräfte Coach, 2 Kinder (6 und 1 1/2 Jahre)
    Ich will auch mal Zeit für mich! – Elke, Freiberuflerin, 2 Kinder (3 Jahre und 9 Monate)

    Verlässliche Kinderbetreuung – ohne geht’s nicht

    Tick, Tack, Tick, Tack … Abholung in 3 Minuten. – Franziska, Gründerin vom Rabenmütter Verlag, 1 Kind (9 Jahre)
    Wenn man kein Dorf für die Kinderbetreuung hat, dann muss man sich eines schaffen – Angela, Gründerin & Inhaberin „Die Notfallmamas“, 1 Mädchen (4 Jahre)
    Kindertausch bringt Ruhe ins Haus – Ronja, Japanexpertin, 1 Kind (3 Jahre)
    Dienstreise – wer übernimmt meine Aufgaben am Nachmittag? – Patricia, wissenschaftliche Mitarbeiterin, 2 Kinder (4 und 6 Jahre)

    Arbeiten auch mal ohne Kinderbetreuung?

    Telefongespräche ohne Kinderlärm – Julia, Übersetzerin und Texterin, 3 Kinder (8, 5 und 2 Jahre) und schwanger mit dem 4.
    So gelingen die dringendsten Last Minute Arbeiten (manchmal ;-)) auch trotz Kinder im Haus: Zaubermittel „Wecker stellen“ – Nicola, Gründerin und Geschäftsführerin von mabiz.de, 2 Kinder (4 und 5 Jahre)

    Besondere Probleme erfordern besondere Lösungen

    Als hochsensible Mutter eine Selbständigkeit und vier Kinder hinkriegen? – Manuela, Autorin, 4 Kinder (30, 27, 10 und 8 Jahre)
    Traumjob trifft Neugeborenes – Anette, Fotografin und Autorin, 2 Kinder (3 und 5 Jahre)


    Neue Arbeitsmodelle: Vollzeit / Teilzeit, Jobsharing, Homeoffice oder ganz was Neues

    50/50 Modell – als Selbstständige

    Das Problem: Schon vor den Kindern beschlossen mein Mann und ich uns gemeinsam als kleines Grafik-Büro selbstständig zu machen. Zeit für unsere Arbeit hatten wir damals mehr als genug, arbeiteten beide zu gleichen Teilen und waren stets darauf bedacht, Entscheidungen in beruflicher und privater Hinsicht gleichberechtigt zu fällen.

    Als wir nicht mehr nur Paar und Geschäftspartner waren, sondern auch Eltern zweier Kinder wurde schnell klar, dass täglich rund sechs Stunden in unserem Zeitplan fehlten. Da wird sich gestritten, da werden die Ellenbogen ausgefahren und schnell stellt sich bei allen der große Frust ein. Wer ist denn nun für was zu welcher Zeit für was zuständig? Warum steht hier der Wäschekorb, weint das Kind und die Arbeit türmt sich meterhoch auf dem Schreibtisch?

    Unsere Lösung, banal aber effektiv: Um dem Chaos und der Unzufriedenheit über die chaotische unbefriedigende Aufteilung Herr zu werden, haben wir einen Stundenplan erarbeitet. Klar geregelt sind nun, wer wann Kinder vom Kindergarten abholt, das Mittagessen kocht und die Kinderbetreuung übernimmt. Arbeitszeiten sind für beide vormittags eingetragen sowie an den „zugeteilten“ Nachmittagen. Heute ist ein „D-Tag“? Prima, dann bin ich Chef vom Dienst und kann in Ruhe an meinen Stoff Entwürfen arbeiten. Heute ist ein „M-Tag“ – logo, der Holde ist heute fleissig im Büro. Wieso „D-Tag“ und „M-Tag“ und warum ist wer an welchem Tag dran? Ist doch klar: „Damentage“ sind Dienstag und Donnerstag und „Männertage“ sind Montag und Mittwoch! Und Freitag? Den teilen wir flexibel ein, denn die Auftragslage ist natürlich nicht immer gleichmäßig verteilt – jeder hat seine eigenen Kunden, die zeitnah bedient werden wollen.

    Interessanterweise sitzt von uns abends kaum mehr einer im Büro und die Wochenenden sind auch meist frei. Diese einfache aber klare Struktur hat uns viel Zeit zurückgegeben. Ein Vater der nicht zu gleichen Teilen mit im Boot ist – ich könnte es mir nicht vorstellen. Was man aber bei so einer Lösung nicht aus den Augen verlieren darf: Es muss stetig und ausdauernd verhandelt werden – jeder muss seine Bedürfnisse klar formulieren und der andere auch zu Kompromissen bereit sein. Und so wie die Kinder wachsen, wachsen auch unsere Ansprüche an unsere Einteilung. Da muss geschoben werden, weil man sich ehrenamtlich engagieren möchte, weil die Kinder andere Termine haben und wir sind immer wieder aufs Neue gefordert. Wie die Einteilung in Zukunft aussehen wird, wissen wir nicht, aber eines hat sich als Rezept bewährt: Eine klare Struktur!

    Pamela, Diplom Designerin (www.enemenemeins.com), 2 Kinder (5 und 7 Jahre)

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    Elternzeit, zwei  Kinder, ein Buch – guter  Plan?

    Das Problem: Schon als mein Großer auf die Welt kam, habe ich während der Elternzeit gearbeitet. Als freie Journalistin muss ich auch in der Elternzeit meine Kunden bei Laune halten. Es hat gut geklappt, Schreiben und Recherchieren während des Stillens und während der Schlafpausen. Beim zweiten Kind habe ich also ohne zu Zögern einen Buchauftrag angenommen. Der Kleine kam im November auf die Welt, Ende Mai muss das Buch abgegeben werden. 160 Seiten, 47 habe ich bis Mitte April geschafft! Und da ich nicht nein sagen kann, habe ich noch einige weitere Artikel, die ich abgeben muss. Die Uhr tickt. Diesmal ist da nicht nur ein Baby, sondern auch ein Dreijähriger, der ein Glück sechs Stunden am Tag bei der Tagesmutter ist. Achja – und der Haushalt, da mein Mann von acht bis acht im Büro sitzt. Wie das alles unter einen Hut bringen?

    Meine Lösung: Arbeiten, wenn das Baby schläft! Und wenn es an der Brust trinkt. Oder gut gelaunt unterm Mobile neben mir liegt. Wenn man Zeitdruck hat, wird man supereffektiv. Kein sinnloses Surfen im Internet, stattdessen Zeilen schinden. Eigentlich war der Plan, auch abends zu arbeiten. Ich habe aber unterschätzt, wie kaputt ich nach einem Tag mit zwei Kindern bin. Da der Große abends nur mit langem Kuscheln einschläft und dass auch erst um Neun, schlafe ich oft mit ein. Besonders in den ersten drei Monaten, als der Kleine nachts extrem viel trinken wollte. Da fiel viel Arbeitszeit weg.

    Eine Lösung war unsere Putzfrau, die einmal in der Woche den Haushalt auf Trab bringt. Aber mit der täglichen Ladung Wäsche, der täglichen Fuhre Geschirrspüler und dem Kochen fällt auch schon genug an. Das wird gemacht, wenn das Baby wach ist. Oder der Große nachmittags da ist und hilft. Hausarbeit, wenn die Kinder schlafen? No way, da wird gearbeitet. Unser Kleiner findet das Wäschespinnenmobile aber ein Glück sehr spannend.

    Dann wird Oma eingespannt. Die ist nur leider Lehrerin an einer Ganztagsschule und hat jeden Tag bis 16 Uhr Unterricht. Trotzdem kommt sie, wo es geht. Und nun im Buchendspurt ist Wochenendarbeit angesagt. Es klappt, irgendwie. Der einzige Nachteil: Ein ständiges schlechtes Gewissen, denn ich will ja auch mitbekommen, wie meine Kinder groß werden. Vor allem beim Zweiten habe ich das Gefühl, die Zeit rast nur so vorbei. Aber gleichzeitig bin ich stolz, dass ich den Spagat hinbekomme. Um dem schlechten Gewissen so gut es geht, vorzubeugen, sind Zeiten reserviert. Vormittags ein Kuscheln, Massieren und Spielen mit dem Kleinen, wenn er wach ist. Nachmittags der Spielplatzbesuch oder das Puzzeln mit dem Großen, wenn der Kleine schläft. Man muss sich organisieren. Das einzige, was zurzeit ein bisschen zu kurz kommt, bin ich. Aber das bekomme ich auch noch hin…

    Nathalie, freie Autorin (www.nathalie-kluever.de) und Bloggerin auf Eine ganz normale Mama und shabbylantliv, 2 Kinder (3 Jahre und 5 Monate)

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    Vom Baby zum Blog zum neuen Job

    Das Problem: Nach der Geburt der ersten Tochter ist mir zu Hause ziemlich schnell die Decke auf den Kopf gefallen. Fremdbetreuen wollte ich sie aber erst ab frühestens einem Jahr lassen.

    Meine Lösung: Ich habe mit dem Bloggen begonnen. Was zunächst eine Ablenkung war, entpuppte sich auch als Weiterbildung und brachte viele neue Kontakte und Erfahrungen. Zwischenzeitlich habe ich wieder gearbeitet, ein weiteres Kind bekommen, blogge noch immer und verdiene mittlerweile sogar Geld damit und kann darauf aufbauen, wenn es im Herbst mit einer Tagesmutter für das kleinste Kind nicht klappt.

    Sonja, Diplom-Pädagogin, Coach und Bloggerin auf www.wertvoll-blog.de, 2 Kinder (4 1/2 Jahre und 10 Monate)

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    Übernommen mit freier Zeiteinteilung und familienfreundlichen Tätigkeiten

    Das Problem: Mir saß schon immer die Angst im Nacken, als Mutter nicht finanziell unabhängig und beruflich erfolgreich sein zu können. Ich arbeitete einige Jahre in einem Familien/Mütter-unfreundlichen Unternehmen, in dem unentgeltliche Überstunden erwartet wurden, aber kein Verständnis für einen Kinder-Krankheitstag pro Jahr entgegengebracht wurde. Während der Elternzeit mit meiner 2. Tochter wurde mir klar, dass ich an diesen Arbeitsplatz nicht zurückkehren möchte. Ich wollte unbedingt eine Tätigkeit finden, die sich gut mit dem Familienleben vereinbaren ließ. Also begann ich noch im 1. Jahr nach der Geburt ein Fernstudium, hütete anderer Leute Kinder, startete mit einer Homeoffice-Tätigkeit im Akquisebereich, um am Ende festzustellen, dass mir 1. alles über den Kopf wuchs und mir 2. keine der Tätigkeiten wirklich Freude bereitete.

    Meine Lösung: Familienkompatibilität ist zwar ein ein wichtiger Punkt, um eine gute Balance zwischen Arbeit und Familie zu finden, aber eben auch nicht das einzige Kriterium. Meine persönliche (Er)Lösung aus der Misere ergab sich eher zufällig und etwas schicksalhaft. Aus purem Spaß und ohne gewerblichem Hintergedanken begann ich, mir auf meinem Blog auf www.mamaslifestyle.blogspot.de den Frust und die Freude von der Seele zu schreiben. Völlig unerwartet ergaben sich daraus spannende berufliche Möglichkeiten und Kooperationsanfragen. Und so habe ich nun seit einiger Zeit sogar feste, regelmässige Kunden und Aufträge und schreibe beruflich auch für andere (Firmen-)Blogs Artikel.

    Das beste daran: Diese Tätigkeit war eigentlich mein Kindheitstraum, den ich aber schon lange abgeschrieben hatte (mangels Journalismus-Studium). Über viele Umwege in verkehrte Richtungen bin ich nun also doch bei meinem Ziel gelandet, ohne bewusst daraufhin gearbeitet zu haben.

    Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Du letzten Endes dort landest, wo Du hingehörst. Solange Du Spaß an einer Sache hast und gut darin bist, stehen Dir viel mehr Wege offen, als Du denkst! Egal, wieviele Pflaster Du abends auf verschrammte Knie klebst…

    Sarah, Autorin und Bloggerin auf www.mamaslifestyle.blogspot.de, 2 Kinder (8 und 2 Jahre)

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    Karriere mit Kind dank Multi-Job-Splitting

    Das Problem: Ein kleines Kind, ein geregeltes Einkommen und trotzdem seinen beruflichen Horizont erweitern? Das klingt wie unpassende Teile in einem Puzzle. Doch dank familienfreundlicher Arbeitgeber und etwas Kreativität hat es geklappt.

    Meine Lösung: Neben meinem bisherigen Arbeitgeber, bei dem ich in Teilzeit wieder im Marketing anfangen konnte, nahm ich auf Selbstständigen-Basis weitere Projekte mit geringer und flexibler Arbeitszeit an. Unter anderem mein Mama-Blog www.mumster.de und meine Jobs beim Fashion-Label mataa sowie beim Saraswati-Verein zur Bildungsförderung indischer Kinder. So kann ich nicht nur flexibel meine Positionen und meine Erfahrungen ausbauen, sondern habe weiterhin ein stabiles Standbein.

    Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Beteiligten, die dies ermöglichen!

    Carolin, Marketing Projektleiterin, „Allrounder“ bei mataa, 1. Vorsitzende beim Saraswati-Verein und Bloggerin auf www.mumster.de, 1 Kind (3 Jahre)

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    Glücklich gescheitert und am Ende gewonnen!

    Das Problem: Ich hatte einen Traumjob: Nachrichtenmoderatorin bei der ARD, Karriere perfekt, nur die Kinder fehlten. Und dann kamen sie. Allerdings nicht wie geplant, im hübschen Abstand von 3 Jahren, sondern 2 hintereinander im Abstand von 17 Monaten. Auf einmal war der Tag-und-Nacht-Schichtdienst im Sender nicht mehr zu machen. Nicht die Fototermine, nicht die PR-Termine. Dazu hatte ich einen Ehemann, der um die Welt reiste und nie planbar zu Hause sein konnte. Natürlich habe ich damals alle Möglichkeiten abgewogen: Kinderfrau (Tag und Nacht)? Oma? Au Pair? Aber am Ende musste ich mir eingestehen, dass ich das auch emotional nicht schaffen würde.

    Meine Lösung: Nach vielen Gesprächen mit Chefs und Familie gab ich meinen „Traumjob“ auf. Ich fing an, auf Bild.de einen Mami-Blog zu schreiben: zusammen mit einer Kollegin, die zeitgleich ein Kind bekommen hatte und nun wieder fulltime arbeitete. Wir wollten zeigen, wie es uns ging, die eine zu Hause, die andere wieder in der Arbeit. Gemeinsam hatten wir das Chaos, denn auch ich arbeitete ja trotzdem noch zeitweise, sei es an dem Blog oder sei es indem ich Veranstaltungen moderierte. Vor 1 Jahr schließlich fragte uns ein Verlag, ob wir nicht ein Buch herausbringen wollten und das taten wir. Am 17.3 kam „Mami-talk“ im Südwest Verlag raus. Wir sind stolz auf unser Werk und bloggen nun statt auf Bild.de im Internet weiter (www.mami-talk.de). All das macht uns große Freude und ich vermisse meine Nachrichtenwelt nur noch selten. aber ich bleibe auch offen, was noch kommen kann, denn ich bin mir sicher, da geht noch mehr, solange man sich und seiner Familie treu bleibt.

    Caroline, Fernseh-Moderatorin und Bloggerin auf www.mami-talk.de, 2 Kinder (4 und 6 Jahre)

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    Arbeiten von Zuhause – ein (Alp)Traum

    Das Problem: Wie viele Frauen wurde ich schwanger, ging in Karenz und dachte danach wieder Teilzeit zu arbeiten. Kurz vor der Karenz merkte ich aber, dass mein Job mich nicht erfüllte – ich bin/war Grafikerin – aber nicht in der Form wie ich es gerne gelebt hätte. Da kam mir mit der Geburtskarte meiner Tochter die Idee den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

    Einen Monat zuvor bekam ich die Diagnose: Multiple Sklerose… Genau deswegen wollte ich machen, was mich erfüllt und mir Kraft gibt. Wie bei vielen Selbstständigen ist das Leben des eigenen Chefs kein Zuckerschlecken. Schlaf? Pffff, hat man wohl mehr mit einem Neugeborenen, aber trotzdem, ich zog es durch. Wochen, Monate… Und schaffte mir einen Namen, Werke, die meine Kunden glücklich machten und eine Existenz, aber andererseits blieben meine Liebsten links liegen. Mein Mann stellte mich viele Male vor die Qual der Wahl. Es musste dringenst eine Lösung her, sonst hätte ich entweder meine Familie oder mein Gewerbe aufgeben müssen.

    Dann kam die Lösung: Nicht mehr daheim arbeiten, sondern ein Büro schaffen. Ich fand eine zuckersüße (leistbare) Wohnung und noch dazu eine supertolle Hilfe – eine junge Grafikerin, die 20 Stunden die Woche meine gute Fee ist. Seither (seit März) habe ich mehr Zeit, weniger Falten und vor allem ein geregeltes Leben.

    Es bedeutet ein enormes Risiko, ist auch mit hohen Kosten verbunden, aber ich würde jeder Frau empfehlen: arbeitet nicht von zuhause. Seid weiterhin Mama, aber grenzt die Arbeit ab. Seit ich in meinem Büro bin, kann ich schneller und genauer arbeiten, ohne den Haushalt etc. im Hintergrund zu haben. Noch dazu sieht mein Mann seither, wie lange ich arbeite – davor war ich ja „nur“ daheim.

    Cordula, Grafikerin auf www.for-magic-moments.com, 1 Mädchen (knapp 3 Jahre)

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      Aus Enttäuschungen das Beste machen

      Die Elternzeitfalle – Meine Chance für einen Neuanfang

      Das Problem: Nach meiner zweiten Elternzeit schnappte mal wieder ganz klassisch die Elternzeitfalle zu. Interne Umstrukturierungen, Stellenabbau – was es eben für Gründe gibt, weswegen man nicht mehr in die alte Position zurückgehen kann. Ich war enttäuscht, da ich einen Bereich aufbaute, leitete und vor der 2. Schwangerschaft mein ganzes Herzblut da rein steckte. Nun, zurück im Job, sollte ich in einem mir völlig neuen Bereich die Kuh vom Eis ziehen. Ich fühlte mich unwohl und war zugegeben auch frustriert. Und dann das Gewissen: Darf ich als Mutter meinen sicheren Job aufgeben, der die Familie ernährt?

      Meine Lösung: Die Gelegenheit beim Schopfe packen! Manchmal präsentiert einem das Leben Lösungen, nach denen man weder sucht noch mit ihnen rechnet. So auch bei mir. Ich bekam in jenem Moment, als ich kurz davor war mich meinem Frust hinzugeben, ein spannendes Jobangebot. Eigentlich total frustriert und demotiviert, als Mutter mal wieder auf das Abstellgleis gestellt worden zu sein, war nun mein Ehrgeiz geweckt. Ich wollte mich beweisen und meinen Marktwert als zweifache Mutter im Berufsleben austesten. Ich ging selbstbewusst zum Vorstellungsgespräch, machte kein Geheimnis aus meinen Kindern und überzeugte am Ende mit Argumenten und Skills, die ich zum Teil auch erst durch das Muttersein erworben habe. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt, hatte nichts zu verlieren, habe sehr lange um sämtliche Modalitäten verhandelt und am Ende den Job bekommen. Nächste Woche starte ich als Head of Customer Care für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei HelloFresh. In Vollzeit.

      Das funktioniert nur dank eines eng gestrickten Netzes aus Familie und Freunden, die täglich streng eingetaktet sind, um meine Kinder spätestens um 15 Uhr aus der Kita zu holen. Karriere mit Kind ist möglich – solange die Rahmenbedingungen stimmen.

      Jessika, Bloggerin auf Herz und Liebe, Head of Customer Care für HelloFresh in D, A, CH (Vollzeit), 2 Töchter (4 1/2 und 1 Jahre)

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        Unternehmensgründung als Lösung

        Vom Agentursternchen zur Mama-Buh-Figur

        Das Problem: Bevor meine Tochter (heute 4) auf die Welt kam, war mein Job mein Baby. Ich hatte den Standort München einer hippen Stuttgarter Werbeagentur mit aufgebaut und den Bereich PR geleitet. Daher war es für mich klar, dass ich nach der Geburt schnell wieder arbeiten möchte, denn ich wollte auf keinen Fall eine dieser „Muttis“ werden, die nur noch über ihre Kinder reden. Also ging ich direkt nach den acht Wochen Mutterschutz in Teilzeit zurück, aus den zunächst vereinbarten 10 Wochenstunden wurden bald 30. Meine Tochter war immer mit dabei, in der Agentur, in Meetings, bei Mittagessen, bis sie mit 7 Monaten in die Krippe kam. Doch natürlich klappte nicht alles wie am Schnürchen, irgendwann war ich gefangen in der Spirale „zu viel Arbeit, zu viel schlechtem Gewissen und zu viel Druck“ und wurde niemandem mehr gerecht – und war außerdem riesig enttäuscht, dass mir im Team und von den Chefs eher Steine in den Weg gelegt als irgendwie Unterstützung angeboten wurde, obwohl ich wirklich alles gab. Von einem der großen Agentur-Sterne wurde ich als Mutter zur Buh-Figur.

        Meine Lösung: Eine ehemalige Kollegin hatte sich ein Jahr zuvor selbstständig gemacht, eine andere dachte gerade darüber nach. Im Austausch mit ihnen wurde mir klar, dass auch ich das wagen wollte und so kündigte ich im Februar 2012 nach fast 6 Jahren meinen mal so geliebten Job. Anfangs arbeitete ich freiberuflich für meine alte und für andere Agenturen, inzwischen betreue ich eigene Kunden: Nachhaltige, faire und sinnvolle Marken, hinter denen ich voll stehen kann. Was enorm hilft, ist die Tatsache, nicht mehr von einem Team abhängig zu sein und ständig das Gefühl zu haben, sich für andere zerreißen zu müssen. Natürlich vermisse ich manchmal den Austausch mit Kollegen, aber kenne glücklicherweise inzwischen viele arbeitende Mamas, die in ähnlichen Situationen sind. Und: Ich finde es inzwischen überhaupt nicht mehr schlimm, wenn Mütter (nur) über ihre Kinder reden, denn kein Job der Welt ist so wichtig wie Kinder.

        Katrin, selbstständige PR-Beraterin bei herzblut pr (Seite noch im Aufbau) und Bloggerin bei Shoppingdiät, 2 Kinder (4 und 1 1/2 Jahre)

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        Den sicheren Hafen verlassen? Wann, wenn nicht jetzt?!

        Das Problem: Schon nach der Geburt meines ersten Sohnes habe ich mich während der Elternzeit nebenberuflich selbständig gemacht. Die Rückkehr in meinen eigentlichen Job als Marketingreferentin war aufgrund von Umstrukturierungen und Wegfall meiner Stelle nicht mehr möglich. Ich bekam aber die Chance, als Personalreferentin in Teilzeit neu zu starten. Nach gut einem Jahr war Kind zwei unterwegs. Bevor ich erneut in Elternzeit ging, arbeitete ich meine Nachfolgerin ein. Unbefristet. In Vollzeit. Von vorne herein war also klar, dass ich in diesen Job auch nicht zurückkehren würde. Frustration vorprogrammiert. Während der Elternzeit geriet mein Arbeitgeber noch dazu in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Mit sozialverträglichem Stellenabbau sollten die Mitarbeiterzahlen um 10% reduziert werden. Es gab die Möglichkeit, einen Aufhebungsvertrag inklusive Abfindung zu unterschreiben. Ein verlockendes Angebot. Aber mit 2 kleinen Kindern den Schritt aus dem sicheren Hafen wagen?

        Meine Lösung: Nach langen Überlegungen packte ich die Gelegenheit beim Schopf. Wann, wenn nicht jetzt!? Ich verwirklichte meinen Traum von einem eigenen Online-Shop und einem Blog. Oft sitze ich bis spät abends vor dem Computer und erledige den Großteil der Arbeit für meinen Online-Shop. Mein Mann gibt mir Rückendeckung – sei es finanziell oder mit den Kindern. Unterstützung bieten auch die Großeltern, die einspringen, wann immer es möglich ist. Und alle zwei Wochen schneit meine Putzfee ins Haus und bringt alles zum Glänzen. All das hilft mir enorm, Job, Haushalt und Kinder unter einen Hut zu bringen. Vieles ist machbar. Oftmals fehlt nur der Mut! Etwas wagen. DEFINITIV! Hilfe annehmen. UNBEDINGT – auch wenn es manchmal schwer fällt!

        Anja, Diplom-Betriebswirtin, Inhaberin von PickPosh und Bloggerin bei blog.pickposh.de, 2 Kinder (5 und 2 Jahre)

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        Mit Kindern zurück in die Selbstständigkeit

        Das Problem: Beruflich habe ich bisher fast ausschließlich mein eigenes Unternehmen, eine klassische Werbeagentur geführt – bis zur Familiengründung. Dafür verkaufte ich die Firma, zog nach Berlin, bekam innerhalb der letzen 4 Jahre meine beiden Mädchen und möchte nun wieder etwas neues Eigenes starten. Am Besten auch nicht mehr im klassischen Werbebereich,
        sondern gerne auch etwas ganz anderes.

        Teilzeit angstellt sein, kam für mich eigentlich nie in Frage. Aber in einer neuen Stadt selbstständig starten ohne berufliche Alt-Kontakte, alte Netzwerke, nur mit vielen neuen netten Mami-Freundinnen gestaltet sich natürlich als echte Herausforderung.

        Meine Lösung: Gemeinsam mit anderen Müttern etwas Neues gründen. Es ergab sich eher zufällig auf dem Kindergeburtstag einer Kita-Freundin meiner Jüngsten. Dort kam ich mit zwei anderen Müttern, die ich bislang nur flüchtig aus der Kita-Garderobe kannte ins Gespräch. Und wie es der Zufall so wollte, trieb uns alle eine ähnliche Idee um.

        Wir wollten alle selbstbestimmt und selbstständig arbeiten, um Familie und Arbeit nach unseren Bedürfnissen unter einen Hut zu bekommen. Deshalb beschlossen wir etwas Eigenes zu gründen und die Idee lag auf der Hand: Eine Internet-Plattform für selbstständige Mütter, auf der sie Gleichgesinnte finden zum gemeinsamen Arbeiten. Denn: als Einzelkämpferin sind gerade mit Kleinkindern die Ressourcen schnell am Ende.

        Daher: Gemeinsam gründen, Geschäftsführung teilen, sich freiberuflich aushelfen – mit Partnerinnen, die die Situation in der man sich befindet verstehen und tolerieren. An unserer Internet-Plattform „NIESOLO.de – Anders arbeiten mit Familie.“ arbeiten wir nun gemeinsam, so wie wir uns wünschen, dass es die Mütter tun, die sich dann auf NIESOLO.de finden.

        Eine von uns kann immer, wir können krankheitsbedingte oder familiäre Ausfälle gut auffangen, jeder bringt andere Fähigkeiten und anderes Wissen mit und nachmittags helfen wir uns mit den Kindern abwechselnd aus. Eine wirklich vorteilhafte Allianz.

        Unser Wunsch ist es, Mütter zusammenzubringen, die aus eigener Initiative Familie und Arbeit selbstbestimmt gestalten wollen. Dafür hoffen wir auf ganz viel Unterstützung und freuen uns über jede Mutter, die ihre Idee, ihren Wunsch oder ihr konkretes Angebot bei uns veröffentlichen möchte.

        Sonja, Mitgründerin von NIESOLO.de, 2 Kinder (4 und 2 Jahre)

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        Dank meines (Job-)Problems haben jetzt andere Mütter ein (Zeit-)Problem weniger!

        Das Problem: Mein Mann! Nein *lach* nicht ER, sondern sein Job! *zwinker* Er ist in leitender Position in einem internationalen Konzern und wir ziehen alle 2-3 Jahre innerhalb Europas um. Für den ersten Umzug von NRW nach Bayern und das erste Kind habe ich meine Position als Verkaufsleiterin bei einem Non-Food-Caterer in Köln aufgegeben und in einem Dorf in Bayern eine Eventagentur gegründet. Als ich nach ein paar Aufträgen und viel Aquise den Fuß bei einem Groß-Kunden in der Tür hatte, zogen wir nach Spanien. Ohne perfekte Sprachkenntnisse keine Chance direkt weiterzumachen. Das zweite Kind wurde geboren. Der nächste Umzug ging nach NRW und ich wurde leider krank, irgendwann dann das dritte Kind und der nächste Umzug nach Sachsen.

        Seit die Jüngste nun im Kindergarten ist überlegte ich, wie es weitergehen soll. Ich war zwar gerne Vollzeitmutter und habe die Zeit auch sehr genossen, aber mein Job fehlte mir! Ich suchte also nach etwas das ich von überall auf der Welt über das Internet anbieten könnte.

        Meine Lösung: Die Kindergeburtstage meiner Bande bereitete ich so vor, wie ich das auch für meine Kunden immer für Großevents gemacht habe. Perfekte Zeit- und Logistikpläne wurden bis in das kleinste Detail ausgearbeitet! Eine Vollzeit berufstätige Freundin und 2-fach-Mutter bekam das mit und war begeistert. Als diese im Hausbaustress mit erkrankten Großeltern den Geburtstag ihres Sohnes absagen wollte, schrieb ich ihr dann auch ein Konzept und „Schwupp“ war die Idee geboren. Sie musste nur noch nach meinen Vorgaben einkaufen und das Fest durchführen! Sie war begeistert und ich restlos überzeugt von der Idee!

        Es macht mir riesigen Spaß für Mütter und Väter mit wenig Zeit das Konzept zu erstellen, das auf die jeweiligen Wünsche, Bedürfnisse, Möglichkeiten und Eventualitäten zugeschnitten wird! Und während der Zeit mit den Kindern testen wir die vorgeschlagenen Spiele, entwickeln neue Ideen und probieren Rezepte aus. Denn das was die Kunden bekommen ist kein Standardkonzept, das ich einfach nur zusammen schnüre! Es ist jedes mal wieder neu und spannend.

        Ich habe mir ein Büro eingerichtet, bin zuhause wenn mal ein Kind krank ist (die Wahrscheinlichkeit ist mit 3 Kids ECHT hoch!) und mache aber oft auch die Tür zu, wenn die Kinder dann nachmittags zuhause sind und habe Feierabend!

        Simone, Inhaberin Eventagentur KiKo Kinderkonzepte und Bloggerin auf Mein Leben als Familienmanagerin, 3 Kinder (3, 7 und 10 Jahre)

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        Durch Umzüge öffnen sich neue Türen

        Das Problem: Jobs sind heutzutage nicht immer da, wo man wohnt oder wohnen möchte. Mein Mann und ich haben einige Jobs angenommen, die einen Umzug mit sich brachten. Ohne Kinder war das (noch) kein Problem. Mit Kindern sah das ganz anders aus: Ich hatte mir in Salzburg eine kleine Event-Agentur aufgebaut (www.brand-and-event.com), da wurde er nach München berufen. Ich ging mit.

        Das erste Kind kam in München zur Welt und die Strecke München-Salzburg schaffte ich auch gut mit Kind. Kongresse und Events, die bereits geplant waren, bekam ich mit einem Kind und der Unterstützung meiner Eltern/Schwiegereltern problemlos hin. Das zweite Kind wurde geboren und es bedurfte schon etwas mehr an Organisation, dass am Eventtag alle versorgt waren. Wir mussten „funktionieren“. Dann bekam mein Mann ein Jobangebot in Köln. Was tun? Pendeln und unter der Woche als gefühlte „allein erziehende Mami“ leben? Das Modell kam für uns nicht über Jahre in Betracht. Also nahm ich mir nach dem Umzug nach Köln eine Auszeit und war nur für die Kids da. Eine tolle Zeit, aber der Job fehlte mir etwas. In dieser Zeit habe ich gelernt, Dinge loszulassen und über den Tellerrand zu schauen.

        Meine Lösung: Ich habe mir meinen neuen Job einfach selber kreiert. Bereits im Jahre 2008 hatte in einen Blog gestartet, www.zwergalarm.de, der dann durch berufliche Dinge zu kurz kam. Nun war es an der Zeit ihn wieder aufleben zu lassen. Unterstützt von einem Kompetenz-Team, denn ich kann und will nicht alle Bereiche selber abdecken. Wir schreiben über Themen, die Familien bewegen, stellen trendige Sachen vor, bieten jeden Freitag ein Rezept an und reisen mit den Lesern um die Welt.

        Die Leidenschaft zum Schreiben habe ich wieder entdeckt und schon viele neue, sehr interessante Menschen kennenlernen dürfen. Erste Ideen für Kooperationen gibt es auch, denn es geht ja auch um das „Geld verdienen“, nicht im ersten Schritt, das darf wachsen. Das Feedback ist überwältigend und ich möchte Frauen ermutigen – wenn es der Rahmen zulässt – auf ihre innere Stimme zu hören und das zu tun, was wirklich mit Leidenschaft getan werden kann. Ich bewundere die Menschen, für die ihr Beruf wirklich eine Berufung ist!

        Britta, Selbständige Eventmanagerin und Bloggerin auf www.zwergalarm.de, 2 Kinder (6 1/2 und knapp 4 Jahre)

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        60 Stunden-Woche und keine Teilzeit möglich

        Das Problem: Ich bin Senior PR-Manager im Fashion-Bereich, habe bis zum Mutterschutz 2008 festangestellt gefühlte 60 Stunden die Woche in einer PR-Agentur gearbeitet. Schon während der Elternzeit war mir klar, dass ich auf keinen Fall mit Kind ebenso viel arbeiten möchte. In meiner Agentur hat man mir keine Teilzeit-Option angeboten und mein Chef wollte mich „los“ werden, weil er befürchtete, dass ich bald ein zweites Kind bekommen würde.

        Und so begann ich schon während der Elternzeit, als Emily ca. 6 Monate alt war, für kleine PR-Kunden als freie PR-Beraterin zu arbeiten.

        Nach dem Ende der Elternzeit war ich aber noch nicht soweit, hatte noch nicht genügend Kunden und musste deshalb zurück in meinen alten Job, mit Minimum 40 Wochenstunden. Felix hatte zu dem Zeitpunkt Elternzeit und hat sich um Emily gekümmert. Für mich war es ganz schrecklich, den ganzen Tag von Emily getrennt zu sein und sie nur morgens und abends kurz zu sehen. Ich hatte Glück im Unglück, weil ich nach dem Ablauf der ersten drei Monate nach dem Ende der Elternzeit zum erstmöglichen Zeitpunkt gekündigt wurde.

        Meine Lösung: Ich war sofort freigestellt und habe dann Gründungszuschuss beantragt, den ich auch bekommen habe, damals 2009. Und ab da ging es steil bergauf. Ich hatte immer mehr Kunden und schöne PR-Projekte, begann zum Spaß meinen Blog Stylepuppe und fing an auch als freie Journalistin für Modemagazine zu schreiben. Heute verdiene ich immer noch mein Geld als PR-Beraterin und arbeite zwischen 20-30 Wochenstunden.

        Als Freiberuflerin kann ich das Mamasein mit der Arbeit wunderbar verbinden. Wenn mal ein Kind krank ist, ist das gar kein Problem, weil ich ja von zu Hause aus arbeite. Der Kindergarten ist nur 500 Meter entfernt und mein Freund Felix unterstützt mich prima, so dass ich zu den Fashion Weeks ein paar Tage in Berlin sein kann, abends Pressetermine wahrnehmen kann und mich journalistisch fortbilden kann. Ich habe BWL studiert und das Schreiben ist mein Ding, das mir großen Spaß macht.

        Die Selbständigkeit hat allerdings den Nachteil, dass es keine Auszeiten gibt. Das bedeutet, dass ich auch am Wochenende etwas tue, dass ich abends nach dem ich die Kinder ins Bett gebracht habe oft noch Emails beantworte und Mailings vorbereite und nicht auf dem Sofa vor dem Fernseher sitze. Aber mir macht das so großen Spaß und ich würde es auf gar keinen Fall ändern wollen. Ich bin glücklich mit meinem Alltag und wahnsinnig froh, dass ich genügend Zeit habe für meine Kinder und für Felix.

        Eva, selbständige PR-Beraterin, Journalistin und Bloggerin auf www.stylepuppe.com, 2 Kinder (6 und 3 Jahre)

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        Eine Neugründung, Kind und Haushalt? Wie schaffe ich das alles?

        Das Problem: Ich habe nach über zweijähriger Elternzeit gemerkt, dass ich so langsam auf der Stelle trete. Ich hatte meinen Beruf vermisst, wußte aber, dass ich nicht mehr zurück an meine alte Stelle konnte (Einsparungen im Verlag), ABER auch nicht wollte. Nun wage ich es gerade, und bin dabei als Freiberuflerin zu starten. Momentan bin ich noch in der Gründungsphase. Ich versuche den Gründerzuschuss zu bekommen, was einiges an Bürokratie abverlangt.
        Gleichzeitig bemühe ich mich um Kundengewinnung.

        Wie also schaffe ich das alles? Eine Neugründung, Kind und Haushalt?

        Meine Lösung: Ich brauche das kreative Schaffen wie Luft zum Atmen. Ich sage mir jeden Tag: „Schritt für Schritt“ und arbeite Kleinziele ab. Meine Kleine ist in einer wahnsinnig tollen Tageskindergruppe untergebracht und ich habe gelernt: Mein Kind kann das! Es tut ihr gut. Uns beiden tut es gut.

        Auch die Großeltern springen einmal ein. Alleine wuppen – das geht nicht. Man braucht auf jeden Fall Hilfe. (Ob durch Kita oder familiär). Hilfe annehmen lernen, das ist Voraussetzung. Loslassen auch. Und Haushalt: der tritt seitdem sowieso kürzer. 😉

        Nic, Grafik Designerin in der Gründung und Bloggerin auf www.happybones.de, 1 Mädchen (2,5 Jahre)

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          Träume verwirklichen, auch mit Kindern

          Promovieren mit 34 und Kind(ern) geht nicht – oder doch?

          Das Problem: Ich war 34 Jahre alt, schon 8 Jahre im Beruf als Juristin, hatte gerade mein erstes Kind bekommen und war überwältigt von diesem Umbruch in unserem Leben. Nach einem Jahr Elternzeit wurde ich gebeten, eine Aufhebungsvereinbarung zu unterschreiben und nicht in den Job zurückzukehren. Plötzlich war ich also auch noch auf Arbeitssuche und nach einem Jahr intensiver Babyzeit hatte ich das starke Gefühl, etwas für mich selbst tun zu wollen. Da kam mir der Gedanke an einen ehemaligen Professor, der mich damals im Studium für eine Promotion empfahl. Doch noch zu promovieren klang für mich fantastisch. Aber mit einem Kind, mitten in der Familienplanung für vllt. noch ein weiteres Kind, womöglich in einem neuen Job und damit alles nebenberuflich, das geht doch gar nicht!

          Der mir bekannte Professor war inzwischen leider in den Ruhestand gegangen und nahm keine neuen Promovenden mehr an. Ich hatte dann auch schnell eine neue Stelle und musste mich dort erst einleben. Der Gedanke an eine Promotion blieb jedoch und auf einer Fortbildungsveranstaltung lernte ich dann meinen zukünftigen Doktorvater kennen. Jetzt musste ich nur noch den Mut finden, tatsächlich damit zu beginnen und das entgegen aller Erwartung, dass man sich in dieser Phase des Lebens so etwas nicht mehr „zumutet“.

          Meine Lösung: Kurz gesagt: einfach anfangen.

          1. Mein Doktorvater und ich suchten für die Dissertation ein Thema aus, das Zeit hatte und nicht nach einem Jahr schon veraltet sein würde, denn nebenberuflich Promovieren mit Kind kann schon ein paar Jahre dauern. Es musste zudem ein Thema sein, dass ich liebe, sonst wäre die Motivation, damit meine Freizeit zu verbringen, nicht ausreichend hoch gewesen.

          2. Ich hatte einen festen Tag in der Woche, der nur für die Promotion reserviert war. Mein Mann und meine Mutter (die damals noch nicht in der Nähe wohnte) wurden eingespannt und versprachen, mir an diesen Tagen alle familiären Pflichten abzunehmen. Einmal im Monat haben wir dann auch einen zweiten Tag in der Woche eingeplant. Beide standen meinem Vorhaben durchweg positiv gegenüber. Mein Mann hat mit mir sogar ein Doktorandenwochenende im schönen Ostfriesland verbracht und die (inzwischen zwei) Kinder den ganzen Tag gehütet, während ich im Seminar war.

          3. Ich habe die Promotion wie ein Hobby betrieben. Andere gehen Tanzen oder ins Kino, ich promoviere. Ohne Zeitdruck, nur so zum Spaß, ohne fertig werden zu müssen und ohne mir zu viel vorzunehmen. Es ging nur darum, zu forschen, zu schreiben, etwas für mich zu machen. Notfalls 6 Jahre lang, wie ich es von einer Kollegin gehört hatte.

          4. Es waren ganz, ganz viele kleine Schritte, die mich dem Ziel näher brachten. Ich habe meinen „Promotionstag“ selten ausfallen lassen, war aber auch nie allzu streng mit mir. Wenn ich den Tag für etwas anderes nutzen wollte, habe ich das ohne schlechtes Gewissen getan. Luft zum Durchatmen gehört eben auch dazu. Ich habe immer nur von Woche zu Woche gedacht und zur Motivation verhalf mir oft auch ganz profan das Bild von meinem Namen mit dem Titel. Hatte ich eines der eher seltenen Tiefs, habe ich -ohne Witz- schon immer mal an der Danksagung und an der Widmung für die Veröffentlichung gefeilt.

          Letztlich habe ich von der Zusage meines Doktorvaters bis zur mündlichen Abschlussprüfung 4 Jahre gebraucht. Ich war bei meinem Rigorosum schon mit unserem dritten Kind schwanger und hatte inzwischen zwei weitere Stellenwechsel und ein weiteres Jahr Elternzeit hinter mir. Ich habe es nie bereut, meinem Traum gefolgt zu sein. Es hat lange gedauert, aber ich war in der ganzen Zeit erfüllt, zufrieden und glücklich damit. Ich habe nie daran gedacht aufzuhören, doch als es fertig war, war ich überrascht, dass es geschafft ist.

          Mir fehlt jetzt dieses Gefühl, etwas wirklich zu wollen. Mein Mann und ich mochten es beide, an einem Strang zu ziehen und etwas außerhalb des Alltags zu tun. Mir fehlt mein Traum und ich hoffe, ich finde bald wieder etwas, für dass ich so „brennen“ kann.

          Manuela, Juristin und Bloggerin auf Martamam, 3 Kinder (7, 4 und 1 Jahre)

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            Referendariat mit Kindern? – Und es geht doch!

            Das Problem: Als ich mein erstes Staatsexamen machte, waren mein Mann und ich im vierten Jahr unserer Fernbeziehung mit einer Distanz von 1000 km. Das sollte nach dem Studium auf keinen Fall so weitergehen. Deshalb beschloss ich, nicht sofort den zweiten Teil der Lehrerausbildung, das Referendariat, anzuschließen und stattdessen eine Weile im Ausland zu arbeiten. Aus der Weile wurden drei Jahre und mit jedem Jahr sank die Wahrscheinlichkeit, dass ich mein zweites Staatsexamen noch machen würde. Dann kam das erste Kind. Und sie sank wieder. 14 Monate später kam das zweite Kind und ich war inzwischen 31.

            Referendariat mit über 30, mit zwei Kleinkindern? Als ich mich über Frauen in ähnlichen Situationen im Internet informierte, las ich immer nur – das geht doch nicht. Das wird doch nix. Der Dauerdruck im Ref, der Leistungsanspruch, die Lehrproben und Prüfungstermine – das alles mit zwei nicht durchschlafenden Wickelkindern und einem im Außendienst tätigen Ehemann? Ist das zu schaffen? Es ist.

            Problematisch waren in unserem Fall vor allem die Ausnahmesituationen. Denn im Normalfall waren unsere – zu der Zeit noch zwei – Kinder in der Krippe ganztagsbetreut. Wer Kinder hat, weiß, dass im ersten Jahr die Ausnahme jedoch eher der Normalfall ist – denn im ersten Jahr in der Krippe ist das Kind häufig mehr krank als gesund. Deshalb mussten beide oft abgeholt werden oder durften erst gar nicht hin. Dazu kamen die Wochenenden und Ferien, in denen ich Unterrichtsentwürfe schreiben, Lehrproben planen und für Kolloquien lernen musste. Die Familie ist auf beiden Seiten über 600 km entfernt, kam als Hilfe also nicht in Frage.

            Meine Lösung: Ein Sicherheitsnetz mit dreifachem Boden: Krippe, Ehemann, Babysitterin. War die Krippe geschlossen oder ausgeschlossen (wegen Krankheit), sprang unsere Babysitterin ein. War Wochenende oder Ferien und ich musste vorbereiten oder lernen, übernahm mein Mann in Vollzeit.
            Das Gefühl, die Kinder so klein so viel fremdbetreut zu haben, ist es ein schlechtes Gefühl? Ja.
            Das Gefühl, das Referendariat in einem Jahr abgeschlossen zu haben und beruflich nicht zurückgesteckt haben zu müssen, ist das ein gutes Gefühl? Ja.

            Ob es der richtige Weg war, wird sich zeigen. Im Moment fühlt es sich richtig an. Auf jeden Fall war es meine Lösung für unser Problem.

            Heike, Lehrerin und Bloggerin auf Heikeland, 3 Kinder (3 und 2 Jahre und 3 Monate)

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              Kopfkino: Das schlechte Gewissen und sonstiges Gefühlschaos

              Kontrolle ist (manchmal) gut – Vertrauen ist tausendmal besser

              Das Problem: Kontrolle
              Ich war seit jeher ein Kontrollfreak. Ich mag gerne die Übersicht, will wissen, was als nächstes kommt, liebe meine Listen zum Abhaken und lege mir die Lösung eines Problems oder den Ablauf einer Aktion immer schon gerne im Kopf zurecht. Das hat es für meine Umgebung unheimlich schwer gemacht, weil ich dadurch oft unflexibel war. Als unsere Tochter zur Welt kam, war es erst einmal noch schlimmer mit der Kontrolle. Denkt der Göttergatte auch daran, die Mütze aufzusetzen, wenn er mit ihr nach draußen geht? Gibt er ihr das (in meinen Augen) Richtige zum Essen?

              Wenn ich wirklich mal ein Wochenende oder einen Tag auf Seminar war, habe ich ohne Ende Listen geschrieben und bis ins kleinste Detail aufgelistet, was wann wie zu tun ist. Stress pur!

              Die Lösung: Vertrauen und loslassen
              Bewusst ist mir dieses Problem geworden, als mich eine Freundin mal dezent darauf hingewiesen hat, dass ich immer alles unter Kontrolle haben muss. Also habe ich angefangen, Schritt für Schritt die Kontrolle abzugeben und loszulassen. Zunächst bei kleinen Dingen. Ich habe einen Abend außer Haus verbracht, ohne vorher Anweisungen zu geben. Und habe das immer mehr gesteigert, bis ich ein ganz Wochenende – ohne eine Liste zu hinterlassen – Mann und Kind allein zu Hause gelassen habe. Und siehe da, das Haus stand noch, Chaos war nicht ausgebrochen, das Kind nicht verhungert und zudem hatten die beiden noch eine Menge Spaß miteinander gehabt.

              Positiver Nebeneffekt des Loslassens: Es werden plötzlich Dinge im Haushalt von ganz alleine erledigt, ohne meine Ansage. Denn mit der Abgabe der Kontrolle, habe ich gezeigt, dass ich Vertrauen in meine Familie habe, und ich habe auch die Verantwortung, die sie für sich selbst tragen, wieder an sie zurückgegeben.

              Birgit, 1 Tochter (12 Jahre), Wohncoach zu finden auf www.entspannt-wohnen.com

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              Die Suche nach dem Mama-Job-Schalter

              Das Problem: In die Kita gehetzt, 6 Stunden durchgearbeitet, gerade mal geschafft, sich mittags eine Kleinigkeit reinzuschaufeln, zwischendurch ein Termin und schon wieder ab zur Kita. Mein täglicher Wahnsinn: montags bis freitags, am Wochenende auch mal Aufträge. Oft suche ich den Mama-Job-Schalter. Morgens an, abends aus und am nächsten Tag das Gleiche. Aber muss ich den überhaupt finden? Kann ich nicht auch meinen Kunden klar machen, dass ich eine Frau bin, die selbständig arbeitet UND Mama ist? Und versteht auch mein Kind, dass Mama auch nachmittags während der gemeinsamen Zeit ab und an mal telefonieren muss? Klar geht das, also mache ich es auch.

              Meine Lösung: Ich stehe zu mir und meinem Lebensmodell und mache niemandem etwas vor. Bis zum frühen Nachmittag wird gearbeitet. Punkt. Nachmittags ist meine Zeit komplett für mein Kind verbraucht. Kommt einmal etwas dazwischen wie ein wichtiges Telefonat (z.B. telefonische Anfragen), dann erkläre ich dem Kunden, dass ich jetzt gerade mit meinem Kind Zeit verbringe und er die Geräusche im Hintergrund bitte verstehen möge, da ich jetzt gerade im „Mama-Modus“ bin. Und mein Kleiner weiß (eigentlich) auch: Wenn Mama telefoniert, dann bin ich still. Und wenn ein Termin auf den Nachmittag oder ein Auftrag auf das Wochenende fällt, dann gibt es ja zum Glück noch den Papa sowie Oma oder Opa.

              Ina, 1 Kind (2,5 Jahre), Gründerin der Agentur aus Berlin Kikusch-Kinderevents

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              Die Hausaufgaben Deiner Kinder kosten Dich zu viel Zeit

              Das Problem: Sitzt Du (auch nach der ersten Grundschulklasse) jeden Mittag neben Deinen Kindern und hilfst ihnen bei den Schulaufgaben?

              Meine Lösung: Du hast Deinen Job, sie den ihren.

              Ich habe gleich nach der Einführungsphase begonnen, meinen Kindern beizubringen, dass die Schule „ihr Job“ ist. Seit der zweiten Klasse machen sie ihre Hausaufgaben vollkommen selbständig und seit der 6. Klasse habe ich mit ihrem Schulalltag nur insofern etwas zu tun, als dass ich sie auf Anfrage (sie fragen mich!) abhöre, Aufsätze gegenlese oder bei der Recherche helfe.
              Der größte Vorteil bei dieser Erziehungseinstellung ist noch nicht mal meine Zeitersparnis. Noch wichtiger ist die fantastische Selbstständigkeit und Verantwortlichkeit meiner Kinder, die Große macht gerade mit Bravour ihr Abi.

              Anette, Honorarberaterin und Finanztrainerin auf www.finanzbildung-online.de und www.geldwert-finanz.de, 2 Kinder (18 und 15 Jahre)

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              Der Trick um Alleinerziehend erfolgreich zu sein

              Das Problem: Sobald Du alleinerziehend bist, ist nichts mehr wie vorher. Wenig Zeit und kaum Geld. Es gibt viele Dinge, die in diesem Land passieren, die die Situation für Alleinerziehende sehr schwierig machen. Viele befassen sich nur noch mit dem „Mangel“, dem Jammern und der Suche nach der Schuld. Das kostest viel Kraft und führt zur Erschöpfung.

              Meine Lösung: Nach einer Zeit des Rückzuges und der Trauer über den Verlust dieses klassischen Familienkonzeptes, habe ich mich damit befasst, was Menschen tun, die TROTZ einer Krise sehr erfolgreich geworden sind. Ich habe viel dazu gelesen, mich mit Menschen umgeben, die etwas bewegen wollen und mich von alten Glaubensmustern gelöst. (z.B. „Ich kann nicht schreiben.“) Seitdem „inhaliere“ ich viele positive Menschen und erlaube es mir, groß zu denken.

              Fazit: Alleinerziehend zu sein kann ein starker Persönlichkeitsbooster sein, wenn Du bereit bist alles zu hinterfragen. Du hast zwar nicht immer den Einfluss auf das, was Dir passiert, aber Du kannst selbst entscheiden, wie Du mit der Situation umgehen möchtest. Erlaube Dir wieder ein gutes neues Leben zu leben. Und Du hast es in der Hand.

              Alexandra, Ärztin, Psychotherapeutin und Bloggerin auf starkundalleinerziehend.de, 2 Töchter (6 und 4 Jahre)

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              Erwartungen anderer nicht erfüllen

              Das Problem: Der Kollege und eine ehemalige Nachbarin, die nicht verstehen, warum ich als Mutter wieder arbeite und meine Kinder mit 1 Jahr in der Kita abgebe. Der Kollege, der meint, dass ich die zwei ruhig vor der Tür auch mal alleine spielen lassen soll. Die Schwester, die meint, ich solle mich doch einfach besser organisieren, bevor ich eine Putzfee engagiere. Die eigene Mutter, die meint, dass es schon besser wäre, zwischendurch mal aufzuräumen. („Wenn jeder von euch seine Sachen auch wieder wegräumen würde….“) Die Schwiegermutter in Spe, die meint, dass IHRE Tochter das richtig macht und Zuhause bleibt, um sich um die Kinder (10 und 8 Jahre) zu kümmern. Der Kollege, der nicht nachvollziehen kann, dass ich als Mutter tatsächlich noch nicht mein Motorrad verkauft habe. Die Erzieherin, die meint, dass ich mein Kind doch besser um 12 Uhr abhole, anstatt eine viertel Stunde später. (Die Betreuung geht bis 16 Uhr wohlgemerkt, mein Kind muss nur an diesem Tag mal früher abgeholt werden wegen Krankengymnastik.)

              Meine Lösung: Zuerst mal hinter deren Fassaden schauen und merken, dass es da auch gewaltig bröckelt. Die Nachbarin bekommt ihre Kinder nicht so in die Spur wie sie möchte und dass, obwohl sie Zeit ihres Mutterlebens nicht gearbeitet hat. Der Kollege, der sein Kind gut mit einem Jahr vor die Tür schicken konnte – unbeaufsichtigt – denn wo sollte ein querschittsgelähmtes Kind auch hin? (Gut, ist makaber, aber so ist das nun mal.) Die Schwester, der man nun mal nicht wirklich was will, hat halt nur ein Kind und einen kleineren Haushalt, samt einem Mann, der ständig nur in der Werkstatt pröttelt oder Joggen geht. Die Mutter, die sich nicht mehr daran erinnert, wie es mit so Minikindern war und die in dem Kinderalter nicht gearbeitet hat, in einer Mietswohnung wohnte und einen Mann hatte, der als Lehrer zu dieser Zeit immer mittags Zuhause und zur Verfügung stand, genauso wie in den Ferien über einen längeren Zeitraum. Nicht wirklich vergleichbar mit einem Haus mit doppelter Fläche und 1000 qm Grundstück. Die Schwiegermutter, die nicht wirklich weiß, dass es in der Ehe ihrer Tochter kriselt und dort alles den Bach herunter zu gehen droht und die selber 17 Jahre für ihre beiden Kinder Zuhause war und selber ein riesiges Bedürfnis hat, ständig eine neue Krankheit auskurieren muss (ziemlich viele sind dabei erdacht). Die Erzieherin, die einfach nur selber geschafft ist von ihrem Arbeitspensum Zuhause und auf der Arbeit.

              Da gefällt einem sein Leben einfach wieder besser und die z.T. indirekten Vorwürfe zerspringen in dem Wissen, dass sie selber ihr Leben auch nicht so hinbekommen, wie es in ihren eigenen Augen wünschenswert ist. Beruhigt ungemein.

              Fazit: Am Freitag kommt zum ersten Mal eine Freundin zum Putzen helfen vorbei. Ich gehe weiter arbeiten, wenn auch nur 30 Stunden auf 4 Tage verteilt und nutze meine freie Zeit mit meinen Kindern, die aber auch mal eine Mama sehen, die die Schubkarre mit Erde ums Haus fährt, die dabei helfen dürfen Unkraut aus dem Erdbeerbeet zu reißen, auch wenn mal eine unreife Erdbeere der Aktion zum Opfer fällt, die mir beim Staubsaugen helfen dürfen oder Staubwischen oder Tisch decken oder fegen oder oder oder. Gemeinsam schaffen wir das!

              Nicole, Ingenieurin, 2 Kinder (3 Jahre und 17 Monate)

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              Die inneren Antreiber verändern

              Das Problem: Jeder Mensch hat innere Antreiber, die einem sagen, was man zu tun und zu lassen hat in seinem Leben. Die Begrifflichkeit stammt aus der Transaktionsanalyse und drückt aus, dass ein Mensch sei­nem Antrei­ber – wie einem inne­ren Gebot – unbewusst zwanghaft folgt. Er hat kaum einen Abstand, um zu prü­fen, ob die For­de­rung des Antrei­bers gerade sinn­voll und effek­tiv ist.
              Mein innerer Antreiber “Sei perfekt!” wollte mir vermitteln, daß ich nur eine gute Mutter sein kann, wenn ich Job, Haushalt und Familie spielend unter einen Hut bekomme.

              Eigentlich sagte mir mein Bauchgefühl, dass ich lieber zu Hause bei meinen Kindern (damals 6 Monate und 2 1/2 Jahre) bleiben möchte. Leider ließ ich mich von meinem inneren Antreiber so lange verunsichern, ob mein eigener Weg der richtige ist und warf schließlich meine Überzeugung über den Haufen. Für einen Job beendete ich die Elternzeit mit dem zweiten Kind schon nach 6 Monaten und hatte immer ein schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber. Im Endeffekt wurde dieser Vertrag nicht verlängert und ich fühlte mich um die gemeinsamen Monate betrogen.

              Meine Lösung: Seitdem höre ich auf meinen Bauch. Mein Bauchgefühl hat es geschafft und den inneren Antreiber „Sei perfekt“ etwas abgeschwächt: Wenn es der Job nicht wert ist die (kleinen) Kinder fremdbetreuen zu lassen, dann lasse ich die Finger davon.

              Als Freiberufler verdiene ich weniger, kann aber immer für die Familie da sein, wenn es nötig ist.
              Klar könnte ich mich dem allgemeinen Trend anschließen und einen gut bezahlten, Vollzeitjob annehmen. Das würde sicher der Familienkasse und der Rente gut tun. Aber für mich persönlich ist das der falsche Weg. Ich würde die “Doppelbelastung” auf Dauer nicht hinbekommen. Wenn die richtige Zeit gekommen ist, findet sich auch eine neue Herausforderung.

              Susanne, Publizistin und Bloggerin auf Ich lebe Jetzt!, 3 Kinder (7, 5 und 3 Jahre)

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              Lehrer haben nie Feierabend, und Mamas sowieso nicht

              Das Problem: Auch wenn es in der „echten Welt“ nicht immer erkannt wird – Lehrer haben niemals Feierabend. Selbst wenn man nachmittags um drei aus der Schule kommt, muss Unterricht vor- und nachbereitet, Klausuren konzipiert und korrigiert werden. Außerdem kann man nie genug passende Pressestimmen oder TV-Beiträge haben, die aufbereitet werden müssen. Arbeitsblätter und andere Materialien müssen zudem aktualisiert und optimiert werden. Man könnte einfach immer noch etwas machen und wenn man es nicht tut, plagt einen das schlechte Gewissen.

              Nun wird das Ganze mit kleinem Kind nicht gerade einfacher, denn dieses fordert ja auch zu Recht seine Zeit ein.

              Meine Lösung: Mit einer 2/3 Stelle habe ich zwei unterrichtsfreie Tage. An einem davon ist meine Tochter daheim und wir unternehmen gemeinsam Ausflüge oder besuchen Kurse, die uns Spaß machen. An meinem anderen „freien“ Tag, erledige ich meine gesamte Vor- und Nachbereitung für die Schule. Dieser Tag ist meist der anstrengendste in meiner Woche und danach bin ich total erledigt. Dafür sind aber meine Nachmittage und Wochenenden für die Familie reserviert.

              Einmal verinnerlicht, verschwindet auch das schlechte Gewissen, selbst wenn die Schüler mal drei Wochen auf eine Korrektur warten müssen.

              Ewa, Berufsschullehrerin, 1 Kind (1 1/2 Jahre)

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              Den Trick der Natur durchschauen

              Das Problem: Meine Hormone, meine Natur, mein Mutterinstinkt und all das sagen mir ständig, dass ich soviel Zeit wie möglich mit meinen Kindern verbringen soll. Die Rehaugen meiner Kinder blicken mich an und betteln „Verbringe Zeit mit mir, nimm mich in den Arm, bleib bei mir, ….“. Die Pausbäckchen und die weiche Haut will gestreichelt und geküsst werden. Die wackligen Beinchen wollen gehalten werden. Die Hormone sagen: nur ich, die Mama, kann das.

              Meine Lösung: Ich habe erkannt, dass dieser intensive mütterliche Bindungsdrang vielleicht gar nicht mehr so richtig in unsere Zeit passt. Warum? Weil wir nicht mehr 5 oder 10 Kinder haben, sondern nur noch eins oder zwei. Weil wir nicht mehr von früh bis spät auf der Jagd sind oder auf dem Feld arbeiten, sondern es Wochenenden gibt und Urlaubstage, Feierabende und Frühstück. Weil sich nicht mehr nur Mama um den Nachwuchs kümmert, sondern auch Papa. Weil wir alle genug zu Essen haben, weil wir Zugang zu guter medizinischer Versorgung haben, weil es Impfungen gegen schlimme Krankheiten gibt, weil wir nicht frieren müssen. Weil Mütter die Geburten und auch die Zeit danach fast immer überleben.

              Kurzum, unsere Kinder sind im Vergleich zu früher überversorgt. Wer das erkannt hat, dem fällt es leichter, dem hormonalen Drang nach Bindung und Schutz auch einmal runterzufahren. Unsere Hormone, unsere über Jahrtausende perfektionierte Biologie, haben sich dem rasanten gesellschaftlichen Wandel noch nicht angepasst. Die Erkenntnis hilft, es mit der mütterlichen Fürsorge nicht zu übertreiben.

              Sylvia, Senior Manager and co-founder of BlogF mit 150% :-), 2 Kinder (1 und 4 Jahre)

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              Hilfe! Ich habe ständig ein schlechtes Gewissen!

              Das Problem: Immer wieder erlebe ich Eltern, die mit schlechtem Gewissen beim Job an ihre Kinder denken. Sie fühlen sich mies, dass die Kleinen wieder bei der Tagesmama oder in der Kita sind. Auf dem Spielplatz mit ihren Kindern fühlen sie sich dann gestresst und denken an die nächsten Deadlines, gehen ihre ToDos und Termine im Kopf durch oder lassen Meetings review passieren. So ging es mir zumindest häufig und das führte nur dazu, dass ich schöne Momente mit meinem Sohn verpasste.

              Meine Lösung: Irgendwann habe ich mir gesagt, damit muss jetzt Schluss sein. So habe ich mir immer und immer wieder verboten, in der einen Situation an die jeweils andere zu denken. Zugegeben, das klappt nicht immer. Aber allein der Vorsatz, im hier und jetzt zu sein und sich ständig daran zu erinnern, hilft bereits gewaltig! So nehme ich auf dem Spielplatz aktiv am Spiel von meinem Sohn teil, um meine Gedanken auf ihn zu fokussieren. Klar darf man sich auch mal auf ner Parkbank einfach ausruhen, aber nur so lange, wie man gedanklich beim Kind ist und nicht zum Job abdriftet. Meist habe ich bereits Laufrad und Spielzeug im Auto und ein konkretes Ausflugsziel im Kopf. So können wir unsere Unternehmungen nach der Arbeit direkt starten, um die verbleibende Zeit auch möglichst gut zu nutzen.

              Und genauso gehe auch bei meinem Job vor. Das Kind ist bei der Tagesmama, gäbe es dafür einen andere Lösung? Nein! Also warum grübeln. Dann stürze ich mich doch lieber voll und ganz auf die Arbeit und vertraue auf die, von mir mit Sorgfalt ausgewählte, Tagesmama. Wir vergeuden viel zu häufig wertvolle Zeit und Gedanken für Dinge, die grad nicht in unserer Macht liegen. Ihr werdet sehen, es klappt vielleicht nicht immer, aber die paar Male, wo ihr euch aufs hier und jetzt konzentrieren könnt, bereichern euch bereits.

              Lulu, Marketing Communications Manager in Teilzeit (derzeit in Elternzeit) und Bloggerin auf www.lulus-stern.blogspot.de, 2 Kinder (3 und 0 Jahre)

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                Die knappe Zeit effektiv nutzen

                Der Tag müsste 3 Stunden mehr haben

                Das Problem: Quasi als kreativer Ausgleich zu meinem sehr formalen Job „1.0“, den ich in Teilzeit ausübe, bin ich im vergangenen Jahr mit meinem persönlichen Blog gestartet. Was zunächst als Hobby gedacht war, brachte schnell eine immer größer werdende Resonanz und nahm so eine eigene Dynamik auf. Parallel ging mein Mann für 6 Monate aus beruflichen Gründen nach Japan. Ich war also befristet alleinerziehend und der Tag hatte viel zu wenige Stunden, um alle ToDos zu erledigen und alle Ideen zu strukturieren und umzusetzen.

                Meine Lösung: Sehr geholfen hat es mir (und hilft es immer noch), dass ich seitdem zum einen als ‚mobiles‘ Gedächtnis das Programm „Evernote“ nutze. Der große Vorteil ist, dass ich mir alle spontanen Ideen und ToDos direkt gut sortiert merken kann (ich nutze es mitunter sogar nachts, wenn ich wach werde und etwas im Kopf habe, das ich auf keinen Fall vergessen darf). Per App auf dem IPhone, aber auch als Programm auf dem Notebook und der Account synchronisiert sich automatisch. D.h. ich habe nicht mehr ständig das ungute Gefühl, dass mir Ideen verloren gehen. Für den Blog habe ich einen Redaktionsplan eingeführt, in dem ich meist schon die folgenden 4-6 Wochen geplant habe, das gibt mir einen Überblick, um welche Themen ich mich in welcher Reihenfolge kümmern sollte. Und zu guter Letzt mache ich mir (meistens abends schon im Voraus) einen ziemlich stundengenauen Plan für den nächsten Tag, weil ich festgestellt habe, dass ich mir sonst zu viele ToDos vornehme bzw. mich in der Abarbeitung verzettele. Ein ‚Stundenplan‘ diszipliniert mich zu einer besseren Einschätzung vorher, welche Tätigkeit wie viel Zeit in Anspruch nehmen wird (und dazu gehört leider auch alles, was noch nebenbei im Haushalt zu erledigen ist).

                Christina, Wirtschaftsjuristin bei einem DAX-Konzern (Teilzeit) und Bloggerin bei Mamlo Connection, 2 Kinder (8 und 5 Jahre)

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                5 Prinzipien, die mir meine Zeit und Freiräume ermöglichen

                Das Problem: Bis zur Geburt meiner Tochter habe ich eine Abteilung mit 100 Mitarbeitern geleitet, Projekte gestemmt und die Verantwortung für 9 Teams getragen. Nach der Geburt meiner Tochter fiel mir in der Elternzeit die Decke auf den Kopf.

                Da ich dringend etwas für mich und meine Hirnzellen tun musste arbeitete ich mich in WordPress, Webdesign und das Bloggen ein. Auf meinem ersten Blog habe ich noch recht unspezifisch und allgemein Coaching und Beratung angeboten. Darüber kamen die ersten Anfragen und Aufträge rein. Zum Juni 2014 habe ich mein Angebot überarbeitet. Ich berate und coache nun Selbstständige, Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen darin, sich zu strukturieren, zu fokussieren und ihre Ziele zu erreichen. Denn viele Selbstständige brennen für ihre Arbeit und Leidenschaft, aber reiben sich im Tagesgeschäft und dem (schlechten) Zeitmanagement auf.

                Neben dem Job (jetzt in Teilzeit), der Familie und meiner Beratung bin ich noch aktiv im Tierschutz. Zusätzlich zu unseren beiden Hunden und drei Katzen befinden sich immer noch hilfsbedürftige Tiere im Haus. Meine Herausforderung ist also, das Optimale aus meiner Zeit rauszuholen.

                Meine Lösung: Im Grunde folge ich diesen Prinzipien, um alles unter einen Hut zu bekommen:

                1. Strukturieren und Planen
                  Meine Woche und den aktuellen Tag plane ich immer durch. Wichtig ist dabei zu beachten, dass wir erfahrungsgemäß weniger schaffen als uns lieb ist. Also etwas weniger einplanen, sich über das Geschaffte freuen und keinen Stress aufkommen lassen.
                2. Zeiten blocken
                  Der Abend gehört mir. Da es nichts bringt, mit einem zergelnden Kind, das gerne spielen möchte noch 3 Aufgaben zu erledigen, konzentriere ich mich auf die freien Zeiten, die mir bleiben. Der Abend, wenn meine Tochter im Bett liegt und schläft und ich an einem Stück durcharbeiten kann, hat sich für mich als besonders effizient herausgestellt.
                3. Wichtig und Dringend
                  Ich führe eine to-do-Liste. Was ich aufgeschrieben habe kann ich nicht vergessen. Wichtig: Klar priorisieren. Was muss wirklich erledigt werden und muss das jetzt sein? Und: Regelmäßig die Liste entrümpeln – einige Dinge erledigen sich von selbst oder sind gar nicht so wichtig wie anfangs gedacht.
                4. Delegieren
                  Das betrifft sowohl die private als auch die berufliche Situation. Privat beschäftige ich eine Haushaltshilfe. Sie übernimmt zeitraubende Arbeiten wie kochen, bügeln, sauber machen. In dieser Zeit kann ich arbeiten und – in Relation gesehen – mehr verdienen als ich investiere.Beruflich gilt es das zu delegieren, was zu viel Zeit kostet und/ oder günstig abzugeben ist. Und das abzugeben, was andere besser (und schneller) machen können. So habe ich meine Internetseite, obwohl ich selber sehr viel Spaß an WordPress habe, von einer Programmiererin erstellen lassen.
                5. Pausen machen
                  Dies fällt mir zugegebener Maßen selber schwer, da ich gerne und oft unter Strom stehe. Aber es ist wichtig zu erkennen, wann wir eine Pause benötigen. Danach können wir wieder mit Schwung und neuer Kraft an die Arbeit gehen. Wichtig: einfach mal offline sein!

                Andrea, Dipl.-Kauffrau und Coach zu finden auf:www.andreagiesler.de, 1 Tochter (3 Jahre)

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                Kann ich meine beruflichen Ziele auch mit „nur“ 12 Stunden die Woche erreichen?

                Das Problem: Ich bin im Februar 2014 mit meinem neuen Business MAMA Revolution an den Start gegangen. Meine Tochter hatte damals eine Phase, in der sie überhaupt nicht in den Kindergarten gehen wollte und ich war weit von meinem Wunsch-Arbeitspensum 20 Stunden / Woche entfernt. Ich musste also Wege finden, wie ich in kurzer Zeit viel erledigen kann.

                Meine Lösung: Ich konzentriere mich auf die 20% der Tätigkeiten mit denen ich 80% der gewünschten Resultate erschaffe.

                Gerettet hat mich die Zeit-Management Methode von dem amerikanischen Personal-Trainer Anthony Robbins, die er RPM nennt: Rapid Planning Method. Der Fokus liegt hier nicht auf To do Listen, sondern auf Resultaten.

                1. Man macht sich ein sehr genaues Bild davon, wo man am Ende des Jahres stehen will,
                2. bricht das runter in Projekte,
                3. teilt die Projekte in Meilensteine auf,
                4. macht sich einen groben Zeitplan, was bis wann umgesetzt sein muss
                5. und plant entsprechend Woche für Woche
                6. Wenn der Wochenplan steht, dann fragt man sich entsprechend des „Pareto“-Effekts: Mit welchen 20% dieser Aktionen kann ich 80% von meinen gewünschten Resultaten erzeugen?
                7. Das sind die Dinge, die man dann auf jeden Fall machen „muss“, und 20% sind immer machbar!

                Sandra, Coach, Autorin und Begründerin der MAMA Revolution, 1 Tochter (5 Jahre)

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                Zeitprobleme lösen mit der Extraportion Liebe und Gelassenheit

                Das Problem: chronischer Zeitmagel
                Kind, Kochen, Kariere – da kann man ja schon mal ein K-Wort streichen! – Kochen natürlich. Und zwar vor Wut (wenn mal wieder so gar nichts fertig werden will). Trotzdem, Wut kann man dabei wirklich nicht gebrauchen!

                Die Extraportion Liebe hat man als Mutter sowieso, die muss man nur ein wenig mehr mit Vertrauen zum Kind mischen, heißt im Klartext: Dinge die mein Kind möglicherweise schon alleine schafft oder will – zulassen. Sein Selbstvertrauen wird gestärkt und der Prozess des Loslassens (da haben es Mütter sicher schwerer als die Kinder) wird trainiert. Gelassenheit ist wie Salz, es geht auch ohne – nur schmecken tut es dann eben nicht. Doch wenn man (frau) das begriffen hat, gelingt der Arbeitsalltag(sbraten) auch wieder, ohne zäh oder ungenießbar zu sein. Das richtige Timing ist natürlich trotzdem das A und O.

                Ich bin selbstständige Autorin und hege des Öfteren – vor allem: wenn meine Schreibzeit wieder mal *ganz plötzlich* um ist (das ist sie eigentlich immer!) und dann die andere, die Mutter in mir, wieder übernehmen muss – den Gedanken einen kleinen Zirkus vor dem Haus gastieren zu lassen. Dann wäre der Nachwuchs besten Gewissens versorgt und ich könnte noch in Ruhe 2,3,5… Kapitel weiterschreiben. 🙂 Tja…

                Die Lösung: eine Extraportion Liebe, Gelassenheit und gute Organisation

                Aber das ist natürlich nicht wirklich realistisch und deswegen ist bei mir eben morgens, wenn das Kind in der Schule ist, *Schreibzeit* und danach kann ja auch einiges kombiniert oder verbunden werden. Zum Beispiel: mit anderen Müttern Fahrdienste teilen klappt prima, dann hat man da entweder Zeit für anderes oder die Arbeit kommt eben mal mit in die Turnhalle. Kleine Freunde sind auch prima (oh ja, die haben hier seit Spielen ohne gegenseitig mit der Sandkastenschaufel auf die Mützen hauen klappt, unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigungen!!!). Es wird sich im Wechsel verabredet und wenn die Kinder etwas größer sind, ist man sowieso nur noch zur Trink – Futter – und Beulenversorgung zuständig. … hihi 🙂

                Wenn ich einen Auswärtstermin oder eine Lesung habe und ich keine Betreuung organisieren konnte, kommt Junior eben mit. Ist nicht optimal, aber mit altersentsprechenden Unterhaltungsmedien (Bücher, Malsachen, ja auch mal was elektronisches) klappte es bisher eigentlich immer ganz gut. Und wenn er dann noch ganz offiziell zum „hochwichtigen Assistenten“ ernannt wird und als Gage ein Eis oder Kinobesuch lockt… – STOPP! das ist Bestechung, ja, stimmt… aber auch eine Lösung… also eher ein kinderfreundliches *Lösungs-mittel* (von wegen das gibt es nicht!) 😀 😀

                Rückblende: Als mein Sohn noch ganz klein war, hatte ich meine damalige Arbeit (trotz damit verbundener Aufgabe von der leitenden Position) auf ein Minimum zurückgefahren und bereue es keine Sekunde. Nach dem ersten Jahr besorgte ich mir dann für jeden zweiten Tag eine Tagesmutter, so war an einem Tag Zeit um in Ruhe zu arbeiten und am nächsten konnte ich voll und ganz Mama sein.

                Zum Abschluss möchte ich nun noch sagen: vielleicht ist es manchmal anstrengend mit Kind, vielleicht ist es manchmal stressig, vielleicht wird von uns zu viel erwartet, – oft von uns selbst?! Was wäre wenn: wir einfach mal öfter auf das schauen, was wir geschafft haben und nicht auf das was liegen blieb? Denn jede von uns ist eine echte Heldin und wisst ihr was?! Unsere Kinder wissen das schon längst! Kein Wunder, sie sind es ja auch die uns dazu gemacht haben bzw. machen… und genau so soll es wohl auch sein…

                Tina, Autorin (unter anderem von Mama-Alarm), 1 Sohn (10 Jahre)

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                Mein Problem – Zeit

                Das Problem: Nun das werden wohl so ziemlich alle Eltern und gerade Mütter kennen. Bei mir stellt sich das Problem darin dar, dass ich seit vielen Jahren größtenteils von meinem Homeoffice aus arbeite und mir meine Zeit frei einteile. Die meisten meiner Termine finden abends statt. So hatte sich im Laufe der Zeit mein ganz persönlicher Rhythmus entwickelt, mit dem ich wunderbar zurecht kam. Mein Partner hat ebenfalls eine Firma und entsprechend zu jeder erdenklichen Zeit Termine.

                Seit meine Elternzeit vorbei und unsere Tochter in der Krippe ist, habe ich versucht alles unter einen Hut zu bringen: die anfallende Arbeit, nach der Krippe Zeit mit der Maus und abends Termine wahrnehmen. Zugegeben das endete in einem für alle Seiten recht unzufrieden stellendem Chaos. Ich wurde mit meiner Arbeit nicht fertig, habe mir nachmittags zu wenig Zeit für den Zwerg genommen und hatte zu viele Termine, bei denen ich auch noch schlecht vorbereitet ankam und Familienzeit gab es bei uns nur noch selten.

                Unsere Lösung ist eigentlich eine reine Umorganisation der anfallenden Aufgaben. Wir haben uns zusammengesetzt und überlegt, wie wir gemeinsam einen sinnvollen Weg finden können. Klar war, dass weder die Maus noch die Unternehmen zu kurz kommen sollten.

                Entschieden haben wir dann, unsere Arbeitszeiten, die wir im Homeoffice verbringen zu verändern. Wir fangen heute früh morgens an zu arbeiten. Ich erledige bis zur Abholzeit dann soviel wie möglich, führe die anstehenden Telefonate für den Tag, bereite meine Termine vor und hole dann die Maus aus der Krippe.

                Ab diesem Zeitpunkt bin ich nicht mehr erreichbar. Wir verbringen gemeinsam Zeit, unternehmen etwas oder gehen auf den Spielplatz. Später kochen wir gemeinsam und essen wenn möglich mit Papa. Danach ist Kuschel- und Bettzeit für die Maus und für mich heißt es die noch ausstehenden Arbeiten zu erledigen oder Termine wahrzunehmen. Sollten wir als Eltern mal gemeinsam Termine haben oder beide nicht anwesend sein können, haben wir eine wunderbare Babysitterin.

                Diese klare Zeiteinteilung hilft mir ungemein, auch wenn meine Arbeitstage heute sicherlich länger sind. Meine Kunden kennen meine Erreichbarkeit und wissen, dass sie sich auf einen Rückruf verlassen können. Außerdem habe ich meine Termine bewusst reduziert. Heute nehme ich im Abendbereich nur all die Termine wahr, die wirklich um diese Tageszeit sein müssen.

                Dieser Tagesablauf ist für mich viel entspannter und davon profitiert die gesamte Familie.

                Gebkea, Sportfachwirtin und Projektleiterin (www.planbar.org) sowie Mit-Gründerin von Alini Kindermöbel, 1 Kind (20 Monate)

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                  Die ganze Logistik und „das bisschen Haushalt“

                  Alles allein – Muss nicht sein

                  Das Problem: Alleinerziehende Mutter. Selbstständigkeit, die sehr viel Spaß macht, aber auch sehr viel Einsatz fordert. Ein Vollzeitjob und mehr. Ein Haus mit Garten. Ein Haushalt der geführt werden will und ein Garten, der Pflege verlangt. Und dann geht garantiert auch noch irgendwo was kaputt, wenn man es gerade am wenigsten gebrauchen kann. Oder ein neuer Schrank will aufgebaut werden. Oder es wird mal wieder Zeit zu renovieren. Trotzdem soll irgendwie noch ausreichend Zeit sein, um mit dem Junior Qualitätszeit zu verbringen.

                  Eine ganze Weile schien es mir ein Ding der Unmöglichkeit, das auch nur im Ansatz zu handlen.

                  Meine Lösung: Ich muss das alles nicht allein machen. Letztes Jahr habe ich beschlossen, dass es KEIN Luxus ist, mir eine Putzfrau ins Haus zu holen, die mich einmal die Woche im Haushalt unterstützt. Und damit auch die Dachflächenfenster nicht mehr ganz so milchig aussehen kommt einmal im Quartal ein professioneller Fensterputzer. Der Rasen wird von einem Gärtner gemäht. Und für all die kleinen Reparatur- und Schönheitsarbeiten im Haus habe ich auch jemanden gefunden, der auf Zuruf diese kleinen Hausmeitertätigkeiten für mich übernimmt. Es entspannt ungemein, nicht alles allein machen zu müssen.

                  Und wenn im Haushalt dochmal was liegen bleibt – Egal. Nobody is perfect 🙂 Und ich bin sicher, mein Sohn wird sich später eher an das gemeinsame Eis nach der Schule oder das Schwimmen am Wochenende erinnern als an nicht perfekt aufgeschüttelte Sofakissen oder ungebügelte Wäsche.

                  Michaela, WordPress-Expertin im WordPress Bistro, 1 Sohn (8 Jahre)

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                  Die 7-Minuten-Formel zur Rettung des Haushalts

                  Das Problem: Seit ich auf die Idee gekommen bin als halbtags arbeitende Mutter alles hin zu schmeißen und ein duales Studium zu beginnen, ist unsere Welt vollkommen aus den Fugen geraten. Mit einem Mann, der beruflich viel unterwegs ist, blieb Haushalt, Einkauf, Kochen und Kind allein meine Aufgabe. Nur dass dazu jetzt noch Hausaufgaben und das Lernen für Klausuren dazu kamen. Das Chaos war praktisch vorprogrammiert, der Kühlschrank oft leer, die Wäsche schmutzig im Wäschekorb, die Wohnung unordentlich. Ich habe für mich jetzt eine gute Regelung gefunden wie alles in geordneten „Bahnen“ verläuft: meine 7-Minuten-Formel.

                  Meine Lösung: Wenn ich nach Hause komme, stelle ich die Zeituhr auf 7 Minuten und beginne meist in der Küche. Innerhalb dieser 7 Minuten putze und räume ich auf, was ich schaffe. Piept die Uhr ziehe ich weiter ins Bad, dort nach 7 Minuten ins Wohnzimmer, Esszimmer, Kinderzimmer, Flur, Bügeleisen. Da ich mir angewöhnt habe, das täglich zu machen, brauche ich oft meine mir vorgegeben 7 Minuten nicht ganz und bin meist schneller fertig. Danach lasse ich alles fallen und tue nichts weiter als meinem Kind die ihm zustehende volle Aufmerksamkeit zu schenken und muss so auch am Wochenende nie einen Grossputz machen. Es sammelt sich nichts mehr an und ich kann meine freie Zeit effektiver nutzen.

                  Nina, duale Studentin im Steuerrecht, 1 Tochter (4 Jahre)

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                  „Mama ist für alle(s) da“: Homeoffice in den Augen der Kids

                  Das Problem: Kinder im Teenie-Alter haben Wünsche ohne Ende, materieller ebenso wie „organisatorischer“ Art. Und Mama im Homeoffice ist für alle(s) da – immer und überall und auch während ihrer Arbeitszeit.

                  Da ich als freie Journalistin/Texterin überwiegend von zu Hause arbeite und mein Mann der Hauptverdiener der Familie ist, galt ich für meine beiden Teenie-Kids nicht als berufstätig. Botengänge, Mama-Taxi, Wäsche: Alles dringlich und sofort – Mama kann sich ihre (Arbeits)-Zeit ja schließlich frei einteilen, ist oft zu Hause und immer erreichbar; ihr Job ist nicht sehr lukrativ, deshalb kann sie auch ruhig mal einen Auftrag gleich ganz sausen lassen. Andererseits aber durfte ich ein Auge zudrücken und das Taschengeld kurzfristig aufpolieren, immerhin verdiente ich doch auch Geld.

                  Selbstverständlich bin ich sehr gerne immer für die Kinder samt Freunden da, aber …

                  Meine Lösung: Mein Sohn hat ein Schüler-Praktikum in meiner Branche gemacht. Nicht bei mir, sondern bei einem jungen, freien Fotojournalisten der Tageszeitung, für die ich auch häufig unterwegs bin. Seither weiß er um den Zeitdruck, hat Einblicke bekommen in Honorare und Arbeitsaufwand. Und in ein ganz anderes Lebensmodell. Vor einigen Wochen hat er voller Überzeugung gesagt: „Du bist doch auch berufstätig!“

                  Jetzt fehlt zwar noch meine Tochter als Praktikantin. Doch meine Berufstätigkeit hat sich wohl in Teilen auch zu ihr schon herumgesprochen.

                  Sylvia, freie Journalistin und Texterin, www.wort-bildung.de, 2 Kinder (14 und fast 17 Jahre)

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                  Man muss nicht alles alleine schaffen!

                  Das Problem: Die Haushaltsführung war neben voller Berufstätigkeit immer das, was mir wichtig war. Wir und auch Gäste sollten sich rundum wohlfühlen. Mit Kind, voller Stelle und seit einem halben Jahr Hausbau erreiche ich die alte Perfektion einfach nicht mehr. Das stresst mich unbewusst.

                  Meine Lösung: Die Bügewäsche bekommt die Oma, fürs grobe Putzen kommt meine Perle. Resultat: Es ist so sauber und ordentlich wie früher und ich bin über meinen Schatten gesprungen. Man muss nicht alles selbst schaffen, sondern auch Hilfe annehmen, aber das musste ich auch erst lernen 😉

                  Antje, Lehrerin in Vollzeit, 1 Kind (2 Jahre) und ein altes Haus im Umbau

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                    Auch mal nur ICH sein: Fitness und Entspannung

                    Einfach mal eine (Handy-)Auszeit nehmen

                    Das Problem: Ein Kind fordert sehr viel Aufmerksamkeit. Doch damit nicht genug, lenken wir uns selber mit zahlreichen anderen Dingen ab: piept das Handy, wird sofort nachgesehen, Mails werden im minutentakt gecheckt. Volle Erreichbarkeit scheint die Regel. Und das stresst zusätzlich.

                    Meine Lösung: Einfach ignorieren, auch wenn die Hände zucken und mal wieder nach dem Telefon greifen wollen. Schaltet es einmal aus oder lasst es gleich bewusst zu Hause, wenn Ihr weggeht und genießt die Ruhe!

                    Wiebke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Teilzeit, und Bloggerin auf verflixteralltag.blogspot.de, 1 Kind (21 Monate)

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                    Genug Sport trotz Beruf und kleinem Kind

                    Das Problem: Ich wollte mehr Zeit für mich selbst und mehr Zeit zum Joggen. Es schien einfach nicht genügend Zeit zu sein. Auch an meinen langen Arbeitstagen, die meist um 6.30 Uhr begannen und erst um 18 Uhr endeten, wollte ich meine Kinder noch sehen.

                    Meine Lösung: An meinen langen Arbeitstagen habe ich meine Sportsachen schon mit zur Arbeit genommen. Ich habe meinen Arbeitsplatz dann nur ca. 20-30 Minuten früher verlassen und bin nach Hause gejoggt! So hatte ich insgesamt 10 Minuten mehr zum Joggen bevor ich meinen Sohn in der Betreuung abholen musste. So bin ich (durchgeschwitzt, aber glücklich) wieder voll aufgeladen bei ihm angekommen, hatte mehr Energie für ihn und habe mich super gefühlt.

                    Sundae, Führungskräfte Coach, interkulturelle Expertin, Trainerin, Beraterin und Bloggerin auf sundeabean.com, 2 Kinder (6 und 1 1/2 Jahre)

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                    Ich will auch mal Zeit für mich!

                    Das Problem: Nie gibt es mal eine Erholungspause und Zeit für mich! Auf der einen Seite habe ich einen fordernden Job, in dem ich 150% bringen möchte und auf auf der anderen Seite möchte ich meinen Kindern eine gute Mutter sein und den Haushalt nicht ganz im Chaos versinken lassen. Und eigentlich hätte ich auch gerne mal Pause. Nur für mich!

                    Meine Lösung: Mein Sohn geht 5 Tage / Woche in die Krippe, ich hatte zuletzt (vor meiner 2. Elternzeit) eine 4-Tage-Woche. So gehört der Freitag ganz mir, Sport, Entspannung und auch dem Haushalt. Aber nach einer anstrengenden Woche hat ein Wohnungsputz ganz alleine mit guter Musik schon einen absoluten Erholungsfaktor.

                    Elke, Projektmanagerin, Trainerin, Coach und Bloggerin auf www.elkepeetz.de, 2 Kinder (knapp 3 Jahre und 9 Monate)

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                      Verlässliche Kinderbetreuung – ohne geht’s nicht

                      Tick, Tack, Tick, Tack … Abholung in 3 Minuten

                      Das Problem: Nicht jeder Arbeitstag ist gleich lang – zumindest nicht bei mir. Oft schiebt sich noch ein später Termin rein, oder Dinge dauern länger als geplant. Dann kann man schon manchmal ins Schwitzen geraten. Der Kindergarten oder der Hort schließen in einer halben Stunde, man selbst sitzt aber noch in einem wichtigen Meeting.

                      Meine Lösung: Ich habe mich mit vier anderen Müttern, die ähnliche Probleme haben, zusammengeschlossen. Wir sind sozusagen unsere eigene Notfalltruppe. Wenn bei einer von uns der Tag länger dauert, als die Öffnungszeiten der Kinderbetreuung, wird eine kurze Rund-SMS geschickt, wer mein Kind mitnehmen kann. Das klappt immer hervorragend! Warum sind wir zu fünft? Sicher ist sicher. Es kann ja auch bei einer anderen Mutter genau an diesem Tag etwas dazwischen gekommen sein, Murphy’s Law sozusagen. Aber bei vier anderen Möglichkeiten ist es schon sehr wahrscheinlich, dass eine davon klappt.

                      Die Erzieherinnen wissen Bescheid über unsere Notfalltruppe, so ist alles kein Problem. Das Wichtigste ist jedoch, die Kinder kennen und mögen sich untereinander und wissen auch über unsere Mütter-Verabredung Bescheid. So kann ich entspannt meinen Termin wahrnehmen und mich konzentrieren, da ich mein Kind wohlbehütet weiß!

                      Franziska, Gründerin vom Rabenmütter Verlag, 1 Kind (9 Jahre)

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                      Wenn man kein Dorf für die Kinderbetreuung hat, dann muss man sich eines schaffen

                      Das Problem: Kurz nach der Elternzeit hatte ich für meine, mal wieder kranke, kleine Tochter keine Betreuung, da mein Mann nicht in Hamburg arbeitet und meine Familie leider auch nicht in Hamburg wohnt. Meine Freundinnen waren alle in der gleichen Situation und es fand sich keine Lösung. Ich aber hatte einen dringenden beruflichen Termin und wollte nicht schon wieder absagen.

                      Meine Lösung: Nach intensiver Recherche und 1-jähriger Vorlaufzeit habe ich meine eigene Notfallbetreuung „Die Notfallmamas“ in Hamburg gegründet. Nach einer längeren Anlaufphase habe ich 2014 den Service auf Berlin ausgeweitet und durch die ersten Firmenkunden nun auch auf Schleswig-Holstein. Damit entlaste ich nicht nur berufstätige Eltern sondern auch noch deren Kollegen und Arbeitgeber. Und die Kinder? Genießen es, wenn sie nicht krank in die Kita müssen, sondern mit einer liebevollen, erfahrenen Betreuerin den ganzen Tag kuscheln, lesen und spielen dürfen.

                      Angela, Gründerin & Inhaberin „Die Notfallmamas“, www.notfallmamas.de, 1 Mädchen (4 Jahre)

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                      Kindertausch bringt Ruhe ins Haus

                      Das Problem: Als selbstständig Arbeitende in meiner Alles-rund-um-Japan-Firma und Berufsschullehrerin in Teilzeit habe ich viele Arbeiten, die ich zu Hause erledige. Zum Beispiel Prüfungen korrigieren, vorbereiten oder bloggen, meine Japanspaziergänge organisieren etc. Meine Kleine ist 3 Jahre alt, da fängt das „alleine spielen können“ langsam an, mit Betonung auf langsam. Wenn ich am Computer bin, dann will sie unbedingt auch einen Bildschirm. Meinen oder das Ipad oder den Fernseher. Manchmal gehts halt nicht anders, aaaaber meine Lieblingslösung ist, tataaaaa:

                      Meine Lösung: Meine Nachbarin und ihr Mann bringen ihre 3-jährige Tochter 4 Stunden zu mir, inklusive Mittagessen. Danach übernehmen sie meine Piratin und servieren ihr auch noch das Abendessen. Der Clue an der Sache ist, dass ich morgens mit zwei Kindern viel ungestörter arbeiten kann, als mit einem Kind, weil die zwei Ladies sich sensationell verstehen und voll vertieft spielen. Am Nachmittag hab ich dann meine göttliche Ruhe, um vorwärts zu kommen und am Abend hol ich ein zufriedenes kleines Monster ab.

                      Da die beiden zu unterschiedlichen Tagen ihre zwei Kitatage haben, ist diese Luxuslösung nur an einem Tag der Woche möglich, aber immerhin! Und sonst haben wir noch zwei weitere Wundernachbarfamilien, mit denen wir das gleiche Spiel spielen können.

                      Denkst du jetzt: Jaja, auf dem Land geht das schon, ich wohn aber in der Großstadt? Wir auch! Obwohl, Zürich als Großstadt zu bezeichnen find ich immer ein bisschen vermessen :-). Auf jeden Fall ist es die grösste Stadt der Schweiz und da haben wir uns die tolle Nachbarschaft erschlossen und genießen die ausgiebig! Lern unbedingt deine links und rechts und oben und unten wohnenden Menschen kennen, die sind sicher total hilfsbereit! Viel Glück und Erfolg!

                      Ronja, Lebensmittelingenieurin & Japanexpertin, Berufsschullehrerin & Bloggerin auf www.ronjasakata.com, 1 Kind (3 Jahre)

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                      Dienstreise – wer übernimmt meine Aufgaben am Nachmittag?

                      Das Problem: Ich muss ab und an auf Dienstreise. Da ich aber für das Abholen der 2 Kinder aus der Kita verantwortlich war und die Omas gerne mal kurzfristig absagen, brauchte ich einen zuverlässigen Babysitter, welcher die Kinder abholt und bei uns zu Hause betreut.

                      Meine Lösung: Ich habe im Jugendamt angerufen und nach einer individuellen Lösung gefragt, dort wurde ich an den deutschen Kinderschutzbund verwiesen. Diese vermittelten mir eine ganz ganz tolle Babysitterin. Sie holt die Kinder dann nach Absprache ab und betreut sie bei uns zu Hause.

                      Patricia, wissenschaftliche Mitarbeiterin, 2 Kinder (4 und 6 Jahre)

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                        Arbeiten auch mal ohne Kinderbetreuung?

                        Telefongespräche ohne Kinderlärm

                        Das Problem: Als freie Übersetzerin und Texterin in Teilzeit und ohne regelmäßige Kinderbetreuung arbeite ich meist am Abend oder am Wochenende, wenn die Kinder schlafen. Die meisten Dinge laufen über E-Mail. Ab und zu sind jedoch auch ein paar Telefongespräche nötig. Tagsüber ist es bei uns jedoch selten leise im Haus und wenn im Hintergrund ein Kleinkind plärrt oder sich Kinder gerade lautstark um ein Spielzeug streiten, macht das keinen guten Eindruck bei Kunden.

                        Meine Lösung: Knallharte Bestechung mit pädagogisch zweifelhaften Methoden (Fernsehen, iPad oder eine Handvoll Süßigkeiten wirken Wunder) und im Notfall Rückzug ins Bad, das eine ganz neue Bedeutung der Beschreibung „stilles Örtchen“ erfährt. Denn am Tag kann es tatsächlich das einzig stille Örtchen im ganzen Haus sein (und das einzige, das man abschließen kann). Nicht ideal, aber glücklicherweise kommt es nicht so oft vor!

                        Julia, Übersetzerin, Texterin und Bloggerin auf Mit Schirm, Charme und Windeln, 3 Kinder (8, 5 und 2 Jahre) und schwanger mit dem 4.

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                        So gelingen die dringendsten Last Minute Arbeiten (manchmal ;-)) auch trotz Kinder im Haus: Zaubermittel „Wecker stellen“

                        Das Problem: Kennst Du das? Es sind noch dringend ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, die eigentlich Ruhe und Konzentration erfordern, doch um Dich rum herrscht Lärm und Chaos und ständig steht der Nachwuchs an Deinem Tisch und will was von Dir. Die Zeit läuft Dir davon und Du wirst immer unruhiger und genervter.

                        Meine Lösung: In diesen Momenten hilft mir (zugegebenermaßen nicht immer, aber immer öfter…) mein Zaubermittel, der Wecker. Insbesondere mit meinem Großen, der inzwischen immerhin schon fünf Jahre alt ist, kann ich schon recht gut verhandeln und für mich in den allermeisten Fällen nochmal ein wenig Zeit rausschinden, wenn ich ihm sage, dass ich noch etwas erledigen muss, das in etwa so lange dauert wie „eine Folge Wickie“, oder eine CD vom „Kleinen Drachen Kokosnuss“ (und der Fernseher wird dabei aber gerade nicht angemacht!). Ich verspreche ihm, dass ich, sobald der Wecker geläutet hat, zu 100% für ihn da sein werde und meine Arbeit dann auch wegräume. Und so habe ich dann in ganz vielen Fällen tatsächlich nochmal eine halbe Stunde Zeit, meine Dinge zu Ende zu bringen.

                        Nicola, Gründerin und Geschäftsführerin von MaBiz – das Karriereportal für Mütter, 2 Kinder (4 und 5 Jahre)

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                          Besondere Probleme erfordern besondere Lösungen

                          Als hochsensible Mutter eine Selbständigkeit und vier Kinder hinkriegen?

                          Das Problem: Ich gehöre zur Gruppe der HSP, der hochsensiblen Personen. Das bedeutet, dass mich Menschenmassen, Trubel, Lärm, Gerüche, optische Reize etc. mehr stressen als die meisten anderen Menschen.

                          Viele Jahre habe ich versucht, diese Eigenschaft zu unterdrücken. In dieser Zeit habe ich mich oft schlecht gefühlt, weil ich den Eindruck hatte, dass ich im Gegensatz zu anderen Menschen weniger belastbar und schneller ausgelaugt war. Ich fühlte mich oft als Weichei und Versager. Das ging so weit, dass ich Ende 2010 einen heftigen Burnout hatte und mein Unternehmen in Wien schrittweise einstellen musste. Zuerst verstand ich gar nicht, was plötzlich mit mir los war. Erst durch das intensive Studium einschlägiger Lektüre habe ich erkannt, dass ich viele Jahre weit über meine persönliche Belastungsgrenze hinaus agiert hatte.

                          Die Erkenntnis zeigte mir aber auch, dass es dringend notwendig war, dass ich mich persönlich und beruflich umorientiere. Das war für mich eine ausgesprochen befremdliche Situation, dass gerade ich, die bis dahin ihre Brötchen hauptsächlich mit Coachings zur Berufsorientierung verdient hatte, nun selbst Hilfe in Anspruch nehmen musste. Schlussendlich war es das Beste, was mir passieren konnte. Endlich bin ich meinem Traum seit Kindertagen, dem Schreiben, näher getreten.

                          Meine Lösung: Wir haben zu dieser Zeit schon auf dem Land gewohnt, daher musste ich das nicht mehr ändern. Aber ich wollte auch nicht mehr zur Arbeit in die Stadt fahren. Ich wollte konsequent nur noch von zu Hause aus arbeiten. Ich habe meine Selbständigkeit in der Stadt aufgegeben und habe mich voll und ganz aufs Schreiben verlegt.

                          Gerade habe ich den zweiten Band der Mompreneur-Reihe als Ebook veröffentlicht. Wenn ich nicht gerade an einem Buch schreibe, blogge ich. Ich mache online Coachings und hin und wieder arbeite ich auch noch face to face. Das ist für mich ideal, weil ich mein Arbeitspensum und die Reize damit sehr gut steuern kann.

                          Außerdem habe ich gelernt, dass diese Eigenschaft, die ich bisher als Defizit erlebt hatte, durchaus seine guten Seiten hat. Viele Menschen hier draußen auf dem Land ziehen mich hinsichtlich ihrer Probleme zu Rate. Ich habe genügend Ruhe, für alle ein offenes Ohr zu haben. Da ich durch das Internet sehr gut vernetzt bin und ständig mit anderen Mompreneurs in Deutschland, Österreich und der Schweiz Kontakt habe, fühle ich mich auch nicht isoliert oder weg vom Schuss. Für mich ist diese Lösung optimal. Außerdem habe ich genügend Zeit für meine Kinder.

                          Manuela, Autorin und Bloggerin auf kindundjob.com, 4 Kinder (30, 27, 10 und 8 Jahre)

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                          Traumjob trifft Neugeborenes

                          Das Problem: Am Geburtstag (ja, am 0. sozusagen) meines zweiten Kindes erreichte mich in der Geburtsklinik die Anfrage eines Lieblingskunden, ob ich seine Hochzeit fotografieren könne – vier Wochen später. Super Location, gute Bezahlung, netter und treuer Kunde – eine Absage fiel mir sehr schwer, aber ich hatte doch gerade erst entbunden, ein paar Stunden zuvor …

                          Meine Lösung: Ich schrieb meinem Kunden, dass ich gerade ein Kind bekommen hätte, aber trotzdem die Hochzeit gerne fotografieren würde. Mit Baby. Fragte, ob er sich drauf einlassen würde, dass ich im Notfall kurze Stillpausen einlegen würde. Er schrieb zurück, er freue sich sehr und es sei überhaupt kein Problem, wenn ich Pausen machen oder auch abbrechen würde. Für meine Fotos würde er das Risiko gerne eingehen und da seine Zukünftige mit dem zweiten Kind schwanger sei, hätte er vollstes Verständnis.

                          Am Tag der Hochzeit, mein Sohn war vier Wochen alt, traf ich also mit Kamera, Mann, Tochter und Säugling eine halbe Stunde vor der Trauung an der Kirche ein. Ich stillte mein Baby noch einmal, wickelte es und packte es ins Tragetuch. Während der Trauung wartete mein Mann mit der Tochter hinter der Kirche, um im Notfall einen schreienden Säugling in Empfang zu nehmen. Doch es lief alles glatt – mein Söhnchen verschlief alles. Von der Trauung bis zur Party. 6 Stunden lang. Und die Gäste? Die Hälfte bemerkte das Baby im beigefarbenen Tuch nicht einmal, die andere Hälfte fand es toll, dass ich das gemacht hatte.

                          Anette, Fotografin und Autorin, www.goettlicherfotografieren.de und www.goettlicherschreiben.de, 2 Kinder (3 und 5 Jahre)

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                          Herzmutter

                          Liebe Elke, danke für die Einladung aber ehrlich gesagt bin ich was das Thema angeht ein so gutes Vorbild 🙂 Lernen kann man da von mir wohl nichts – aber ich gehe auch erst seit 3 Monaten arbeiten. Ich teile deine Aktion gerne auf Facebook und Twitter und schaue mir dann die ganzen Antworten an die du bekommen hast!

                          Beste Grüße, Janina

                          Elke Peetz

                          Liebe Janina,

                          ich hab Dir dazu ja schon geschrieben. Ich denke jede von uns leistet Großes und irgendetwas gibt es bestimmt, was die anderen Mamas bereichern würde. Aber ich freu mich natürlich auch so riesig über die Werbung. 😉

                          Viele Grüße,
                          Elke

                          Stefanie

                          Liebe Elke,

                          ich bin selbst eine Working Mom mit zwei Kleinkindern und finde daher deine Tipps zur Vereinbarung von Familie und Beruf wirklich super und sehr hilfreich!
                          Vielen Dank dafür 🙂
                          Herzliche Grüße
                          Stefanie

                          Elke

                          Liebe Stefanie,

                          wie schön, Dich hier bei uns zu haben! Und vielleicht hast Du ja selbst auch eine Lösung aus Deinem Alltag zwischen Beruf und Familie, die Du beisteuern magst?! Die 100 sind noch nicht voll und ich freue mich immer über neue Teilnehmerinnen!

                          Liebe Grüße,
                          Elke

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